Ein Einkaufswagen wird durch einen Supermarkt geschoben. Foto: dpa/Fabian Sommer

Spielzeug, Elektrogeräte, Gesichtsmasken: Europäische Staaten haben einander im vergangenen Jahr 2253 mal vor gefährlichen Produkten gewarnt. Mehr als jeder vierte Fall betraf Spielzeug, wie aus einem am Dienstag in Brüssel vorgestellten Bericht der EU-Kommission hervorgeht: Verletzungen drohten oder Teile hätten verschluckt werden können. Zugleich habe es 2020 viele Fälle gegeben, die in Verbindung mit der Corona-Pandemie stehen.

Im EU-Schnellwarnsystem für gefährliche Nichtlebensmittel tauschen 31 europäische Staaten und die EU-Kommission Informationen über Produkte aus. So können andere Länder schnell überprüfen, ob diese Produkte auch auf dem heimischen Markt kursieren und zum Beispiel Rückrufe einleiten. Die Anzahl gemeldeter Fälle lag 2020 auf dem Niveau des Vorjahres. Allerdings haben die nationalen Behörden gut 20 Prozent häufiger (5377 mal) auf die gemeldeten Fälle reagiert, etwa mit Rückrufen.

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Neun Prozent der gemeldeten Fälle betrafen den Angaben zufolge Produkte in Verbindung mit der Corona-Krise. So sei 161 mal vor unwirksamen Gesichtsmasken gewarnt worden, 13 mal vor Hand-Desinfektionsmitteln mit giftigen Chemikalien. Gefährliche Produkte werden unter anderem in der Datenbank „Gefährliche Produkte in Deutschland“ erfasst - sie ist öffentlich zugänglich. Rückrufe werden hier von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin eingespeist