Das Röntgenbild einer von Krebs befallenen Lunge. Foto: Felix Hörhager/dpa

Im Krisen-Modus der Corona-Pandemie geraten andere schwere Erkrankungen in den Hintergrund. Hier gibt es nun eine gute Nachricht: Das Risiko, an Krebs zu sterben, ist in den vergangenen Jahren innerhalb der EU weiter zurückgegangen.

Die positive Entwicklung beschreiben Wissenschaftler im Fachblatt „Annals of Oncology“. Deutliche Rückgänge prognostizieren sie bei Männern für Magenkrebs und Leukämie, bei Frauen für Eierstockkrebs und Leukämie. Insgesamt werde die Zahl der Männer, die an Krebs sterben, 2020 im Vergleich zu 2015 altersbereinigt um fünf Prozent fallen, die der Frauen um vier Prozent.

„In der EU insgesamt sinken die Krebstodesraten bei Männern. Mehr als die Hälfte davon ist auf rückläufige Sterblichkeitsraten aufgrund von tabakbedingten Krebserkrankungen zurückzuführen“, fasst Carlo La Vecchia von der Uni Mailand zusammen. Dazu gehöre nicht nur Lungenkrebs, sondern auch Krebsarten des Kopf- und Hals-Bereiches sowie Blasenkrebs: „Mit anderen Worten, es liegt daran, dass seit einigen Jahrzehnten immer weniger europäische Männer rauchen.“

Auch für Deutschland sagen die Forscher voraus, dass die altersbereinigte Todesrate für Männer bei Lungenkrebs um fast elf Prozent sinken werde. Anders jedoch bei den Frauen: Hier werde es sogar zu einem fast fünfprozentigen Anstieg kommen. (dpa)