Durchschnittlich kommen in den USA jährlich 41 Menschen durch Blitzschläge ums Leben. Imago Images

Tödliche Ironie des Schicksals. Am Mittwoch verkündete der Nationale Wetterdienst der USA, dass ein Rekord eingestellt wurde: Die längste Periode in Amerika zum Jahresanfang, ohne dass ein Mensch durch einen Blitzschlag getötet wurde. Zwei Stunden später wurde ein Golfer in New Jersey vom Blitz getroffen und starb.

Laut John Jensenius vom National Weather Service hatte der vorherige Rekord bei 5 Monaten und 23 Tagen gelegen – der bereits um mehr als zwei Wochen übertroffen wurde: „Vor 10 Jahren gab es den ersten Toten des Jahres durch einen Blitzschlag erst am 23. Mai, das war der Rekord. Wir hoffen, dass die Serie ohne Todesfälle noch möglichst lange anhält.“ Der optimistische Spruch wurde zu einem schlechten Omen für Michael Ward, der zur selben Zeit im Burlington Country Club mit seiner Golfrunde begonnen hatte.

Laut der „Washington Post“ zog gegen 15.30 Uhr zwischen dem sechsten und siebten Loch plötzlich ein Gewitter mit Blitz und Donner auf. Der 70-Jährige versuchte sich mit einem Sprint zum Clubhaus vor dem Regen in Sicherheit zu bringen, suchte dann aber 500 Meter entfernt Schutz unter einem Baum. In den schlug es Sekunden später ein und Ward ging ohnmächtig zu Boden. Als gegen 15.47 Uhr der Rettungsdienst eintraf, konnte der Golfer nicht mehr wiederbelebt werden.

Durchschnittlich kommen in den USA jährlich 41 Menschen durch Blitzschläge ums Leben. Hunderte mehr werden schwer verletzt. Im letzten Jahre waren zum selben Zeitpunkt bereits fünf Menschen durch Blitze getötet worden. Interessant: Das Risiko für einen Mann tödlich getroffen zu werden ist statistisch vier Mal so hoch wie für eine Frau.