Vom Küstenschutz zur Corona-Pandemie. Die Bedeutung des „Wellenbrechers“ veränderte sich. imago/Jason Brown

„Wellenbrecher“ ist das Wort des Jahres 2021. Das aus dem Küstenschutz und Schiffbau bekannte Wort habe durch die Corona-Pandemie neue Bedeutungen angenommen, teilte die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) am Freitag in Wiesbaden zur Begründung mit. Der Begriff wird aktuell für die Strategie gebraucht, mit der die vierte Corona-Welle gebrochen werden soll.

Das Wort bezeichne Maßnahmen gegen Covid-19 sowie den Zeitraum, in dem diese gelten sollten, erklärte die GfdS. Zudem seien damit Menschen gemeint, die sich an die Maßnahmen hielten – als Beispiel dafür nannte die GfdS den Satz „Werden Sie zum Wellenbrecher.“ Auf den Plätzen zwei und drei landeten die Begriffe „SolidAHRität“ und „Pflexit“.

Im vergangenen Jahr war „Corona-Pandemie“ zum Wort des Jahres gekürt worden. Auf den Plätzen zwei und drei landeten 2020 „Lockdown“ und „Verschwörungserzählung“.

Die GfdS kürt bereits seit 1977 Wörter und Wendungen des Jahres. Nicht die Häufigkeit eines Ausdrucks ist nach ihren Angaben für die Auswahl entscheidend, sondern seine Signifikanz und Popularität.