In einer Lufthansa-Maschine kam es zu einem Zwischenfall am Flughafen Frankfurt. imago/Mario Aurich

Diese Flugreise dürfte Familie Pandurevic noch lange in besonders negativer Erinnerung bleiben. Weil der zweijährige Sohn sich weigerte eine Maske aufzusetzen, wurde die Familie aus einer Lufthansa-Maschine geworfen.

Wie die „Bild“ berichtet, befand sich die dreiköpfige Familie auf einer Rückreise. Im Juli waren Aleksandar Pandurevic, seine Ehefrau Slavica (42) und der gemeinsame Sohn Yakob in den Urlaub nach Bosnien geflogen. Dabei trug der kleine Yakob keine Maske. Bereits am 15. September trat die kleine Familie gut erholt ihre Rückreise an. Über den Flughafen Frankfurt wollte sie zurück in ihre Wahlheimat Dallas fliegen. Doch es kam alles anders.

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Familie Pandurevic hat eine Reise-Odyssee hinter sich.

Yakob (2) soll sich geweigert haben eine Maske aufzusetzen

Obwohl seine Eltern, alle Mitpassagiere und die Crew eine obligatorische Schutzmaske trugen, soll sich der kleine Yakob geweigert haben seine Maske aufzusetzen. Daraufhin wurden Vater und Sohn zum Cockpit gerufen. „Ein Steward hat uns nach vorne zum Piloten begleitet. Der hat versucht, meinen Sohn Yakob von dem Mundschutz zu überzeugen. Aber es klappte nicht. Daraufhin hat uns ein uniformierter Mann aus dem Flugzeug hinausbegleitet. Ich war schockiert, wie von einer Kugel getroffen“, erzählte der sichtlich aufgewühlte Vater der „Bild“.

Lufthansa bestätigte der „Bild“ gegenüber den Vorfall. Ein Sprecher erklärte allerdings, dass sich Familie Pandurevic bereits beim Boarding geweigert haben soll, ihrem Sohn eine Maske aufzusetzen. Auch nicht nach Rücksprache mit dem Kapitän. Lufthansa-Sprecher Jörg Waber: „Der Kapitän entschied sich anschließend, den gesetzlichen Vorgaben folgend, für die Nichtbeförderung der Familie.“ Denn: Die Lufthansa befolgte lediglich die Anordnungen der US-amerikanischen Transportsicherheitsbehörde (TSA). Diese besagen, dass auch Fluggäste ab einem Alter von zwei Jahren während der gesamten Reisedauer zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verpflichtet sind.

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Ein Zeuge schildert den Vorfall etwas anders als die Fluggesellschaft Lufthansa

Eigentlich ein klarer Fall, oder? Allerdings schilderte ein Mitpassagier aus Hamburg, der im besagten Flugzeug zwei Reihen vor Familie Pandurevic saß, ein anderes Szenerio. „Die Eltern haben sanft versucht, dem Kind eine Maske aufzusetzen. Aber der Kleine hat sich gewehrt und geweint. Aus meiner Sicht gab es nichts, was die Eltern noch tun konnten“, erklärte Jan H. der „Bild“.

Aleksandar Pandurevic mit seinem Sohn Yakob am Flughafen privat

Nachdem Familie Pandurevic aus der Lufthansa-Maschine hinausbefördert wurde, musste sie ihren Flug umbuchen und vier Stunden am Flughafen warten. Schließlich flogen sie mit United Airlines über Washington und Chicago nach Dallas. Ihre Reise dauerte am Ende statt geplanten 12, ganze 36 Stunden.