Das Jungdamen- und Jungherrenkomitee während der Eröffnung des Wiener Opernballes im Februar 2020. Foto: Foto: dpa/ Roland Schlager

Wien - Wegen der nach offiziellen Angaben auch weiter anhaltenden Corona-Pandemie soll der für Februar 2021 geplante Wiener Opernball abgesagt werden. Das teilten Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA mit. Die definitive und offizielle Absage des Gesellschaftsevents soll noch am Mittwoch im Ministerrat beschlossen werden.

Es wäre „verantwortungslos“, den Ball inmitten der Corona-Situation „in gewohnter Art und Weise abzuhalten“, erklärte Kurz in dem Statement. Die Entscheidung zur Absage des Opernballs sei „nicht leichtgefallen“. Das Event sei „für Wien und Österreich als Kulturnation ein großes Aushängeschild“.

Der Ball gilt als gesellschaftlicher Höhepunkt in Österreich, die Wiener Staatsoper wird dafür in einen riesigen Tanzsaal umgebaut. Die Tickets für das jedes Mal ausverkaufte Ereignis kosten zwischen 315 Euro und 23.600 Euro für eine Loge. Die Staatsoper macht nach Abzug aller Kosten einen geschätzten Gewinn von mehr als einer Million Euro.