Ein Esel (Symbolfoto). Foto: Imago/Shotshop

Zu viele Leckerlis außer der Reihe: Der Tierpark Chemnitz hat Passanten gebeten, den Hauseseln nicht heimlich Nahrung zuzustecken. „Da die Esel auffällige Fettdepots am Körper aufweisen, stehen sie momentan unter verstärkter veterinärmedizinischer Beobachtung“, teilte die Stadtverwaltung  mit. Gut gemeinte, aber nicht artgerechte Fütterung könne zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen bei den Tieren führen.

Das Gehege der Esel im Tierpark ist auch von außen zugänglich

Der Tierpark Chemnitz hat so wie andere Zoos in Sachsen derzeit wegen des Corona-Lockdowns geschlossen. Allerdings befindet sich das Gehege der Esel außerhalb des eigentlichen Geländes und ist so zugänglich. Laut Verwaltung sind die jetzt aufgetretenen Fettdepots Symptome einer Stoffwechselerkrankung. Sie könnten zu Gewebeschädigungen führen und sich bei Tieren wie den Eseln besonders auf die Hufe auswirken. Die Folge seien Durchblutungsstörungen und Entzündungen, die extrem schmerzhaft für die Tiere seien.

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„Die einzige Behandlungsmöglichkeit ist eine Diät, medikamentös kann den Tieren nicht geholfen werden“, hieß es. Es sei aber nicht möglich, die Tiere auf eine kontrollierte Diät zu setzen, wenn sie weiterhin von außen gefüttert würden. Den Mitarbeitern des Tierparks und Wildgatters sei bewusst, dass es die meisten Gäste eigentlich gut meinten und möglicherweise nicht wüssten, welchen Schaden sie damit anrichten könnten.