Joseph O’Boyle wurde wegen Totschlags verurteilt, weil er seinem Chiropraktiker mit Schlägen auf den Kiefer getötet hatte. ZVG

Laut Staatsanwaltschaft hat er eine „perverse Version von poetischer Gerechtigkeit“ gewählt. Joseph O’Boyle wurde wegen Totschlags verurteilt, weil er seinen Chiropraktiker mit Schlägen auf den Kiefer getötet hatte. Sein Motiv: Chronische Kieferschmerzen, für die er sein Opfer verantwortlich machte.

Der 23-Jährige hatte sich wegen seiner Kieferprobleme in die Behandlung von Dr. James Sowa begeben. Nur dass diese nicht besser, sondern durchgehend schlimmer wurden. Laut Polizei tauchte O’Boyle deshalb zwei Monate später unangemeldet in der Praxis von Dr. Sowa in der Kleinstadt Bensalem (Bundesstaat Pennsylvania) auf. Eine Überwachungskamera auf dem Flur belegte, dass der Patient nur eine Minute im Untersuchungszimmer war, ehe er raus- und weglief.

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Die Leiche von Dr. Sowa wurde vier Stunden später von einer Putzfrau entdeckt. ZVG

Totschläger drohen mehr als 20 Jahre Haft

Die Leiche von Dr. Sowa wurde vier Stunden später von einer Putzfrau entdeckt. Der 64-Jährige wurde laut Staatsanwalt Matt Weintraub durch O’Boyle mit einem Schlag auf den Hinterkopf zu Boden geprügelt, ehe er mit einem „stumpfen Gegenstand“ mehrere Male gegen den Kiefer seines Opfers schlug.

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Um einer lebenslangen Haftstrafe wegen Mordes zu entgehen, bekannte sich O’Boyle wegen Totschlags für schuldig. Außerdem muss er sich wegen tätlichen Widerstands gegen die Staatsgewalt verantworten, weil er bei seiner Verhaftung die Polizeibeamten attackiert hatte.

Der Richter will das Strafmaß am 6. Juni festlegen. O’Boyle drohen mehr als 20 Jahre Haft.