Mit kleinen Geschenken gefüllte Stiefel zum Nikolaustag - doch warum macht man das?
Mit kleinen Geschenken gefüllte Stiefel zum Nikolaustag - doch warum macht man das? Imago/Hartmut Bösener

Es ist ein Brauch, den jeder kennt: Zum Nikolaustag stellt man die Stiefel und Schuhe vor die Tür, natürlich glänzend geputzt, um Geschenke zu bekommen. Vor allem Eltern überraschen so ihre Kinder am 6. Dezember mit süßen Gaben. Doch warum ist das so?

Der Brauch kommt offenbar aus dem Mittelalter. Demnach sollen damals Eltern ihre Kindern die Geschenke zugeworfen haben. Dies geschah in Anlehnung an die Wohltaten des Heiligen Nikolaus, dem Bischof von Myra zu erinnern, der am 6. Dezember 343 n. Chr. Starb. Dieser heilige Mann soll der Legende nach drei in  Armut lebenden Schwestern Goldklumpen zum Fenster hineingeworfen haben.

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Bei dem Brauch, den Kindern nun am 6. Dezember die Geschenke zuzuwerfen, gab es ein Problem. Und das war die überlegene Fangfertigkeit der älteren Geschwister, die die meisten Gaben einheimsten. Damit auch die Kleinsten eine Chance bekamen, die Gaben zu erhalten, ging man daher dazu über, die Geschenke in mitgebrachte Behältnisse zu füllen. Daher kamen dann irgendwann die Schuhe und Stiefel ins Spiel.

Das sie geputzt werden musste, war auch klar. Denn nur in den sauberen Schuhen gab es auch die meisten Geschenke. Und damit ist auch das Reinigen und Herrichten der Schuhe selbst heute Teil des Brauchs.