Schauspieler Bob Saget war Anfang Januar überraschend gestorben. AFP/Michael Tran

War es wirklich ein Unfall? Bob Sagets Tod wirft immer mehr Fragen auf. Sicher ist, dass der „Full House“-Star am 9. Januar in seiner Suite im Ritz-Carlton-Hotel von Orlando an den Folgen einer Hirnblutung. Für den Gerichtsmediziner von Orange County war die Ursache ein Unfall. Doch sein eigener Autopsie-Bericht lässt Experten an seinem Urteil zweifeln.

Bislang ist die offizielle These der Behörden: Der 65-Jährige hatte sich am Bettrahmen den Kopf gestoßen, war ohnmächtig geworden und nie wieder aufgewacht. Nur dass nach der Freigabe des Obduktionsberichts Zweifel daran laut wurden. Denn Saget hatte einen sehr schweren Schädelbruch erlitten.

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Der „Full House“-Star starb am 9. Januar in seiner Suite im Ritz-Carlton-Hotel von Orlando (US-Bundesstaat Florida) an den Folgen einer Hirnblutung. AP/Phelan M. Ebenhack

Die Notärztin Dr. Megan Ranney hatte bei „ABC News“ sogar ihre Meinung kundgetan, dass derart schwere Kopfverletzungen eher das Resultat eines Schlags mit einem Baseballknüppel oder ein zehn Meter tiefer Fall seien: „Das kann nicht nur durch einen einfachen Fall passiert sein. Die Saget-Familie verdient zu erfahren, was wirklich passiert ist!“

Was geschah mit Bob Saget wirklich?

Auch für CNNs Chef-Medizin-Korrespondenten Dr. Sanjay Gupta ist die Sache alles andere als eindeutig: „Der Autopsie-Report enthüllt, dass es nicht nur eine kleine Beule am Kopf war. Dieser Schaden entstand durch einen sehr harten Kraftaufwand gegen den Kopf. So etwas sieht man eher, wenn jemand die Treppe runterfällt und dabei mehrfach mit dem Kopf aufschlägt oder bei einem Autounfall – wenn das Opfer nicht angeschnallt war.“

Der Schauspieler John Stamos (2. v. r.) wird von den ehemaligen Darstellern der Familienkomödie „Full House“, Bob Saget (l.), Lori Laughlin (2. v. l.) und Candace Cameron Bure, begleitet, als Stamos mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame geehrt wird. dpa/Damian Dovarganes

Auch Candace Cameron Bure, die Sagets Tochter D.J. in der Serie „Full House“ gespielt hatte, ist inzwischen skeptisch, was die offizielle Todesursache betrifft. In einem TV-Interview sagte sie dazu: „Die letzten Wochen waren sehr hart, weil immer neue Fakten ans Licht kommen. Und die werfen immer mehr Fragen auf.“

Was gegen einen Tod durch Fremdeinwirkung spricht: Die elektronisch verriegelte Zimmertür war nach dem Eintreten von Saget bis zum nächsten Nachmittag, als die Hotel-Security seine Leiche fand, nicht mehr geöffnet worden.

Das Gericht in Florida hat vorerst entschieden, keine weiteren Dokumente zum Tod von Saget an die Öffentlichkeit herauszugeben – um die Privatsphäre nicht zu verletzten.