In einem Coronatest-Labor weist eine Zeile auf die Delta-Variante hin. dpa/Boris Roessler

Grund zur Sorge besteht angesichts dieser Zahlen nicht, dennoch erinnern sie daran, dass der Kampf gegen die Corona-Pandemie trotz Impfungen, Selbsttests und der Auswirkungen saisonaler Effekte längst nicht besiegt ist. Spanien, Portugal, Russland und Großbritannien sollten uns mahnende Beispiele sein. In Deutschland ist die Corona-Inzidenz zu Sonntag erstmals seit vielen Wochen wieder gestiegen.

7-Tage-Inzidenz bei 5,0

Am Sonntag lag die Inzidenz bei 5,0 Ansteckungen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner und damit um 0,1 höher als tags zuvor. Immerhin: Im Wochenvergleich mit dem vorherigen Sonntag (5,7) war die Entwicklung noch immer Rückläufig. Demnach meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem Institut binnen eines Tages 559 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 538 Ansteckungen gelegen. Bei den Corona-Infektionen nimmt die hochansteckende Delta-Variante, die auch Kinder und Jugendliche immer härter trifft, einen immer größeren Teil ein.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz während der dritten Corona-Welle hatte es am 26. April 2021 mit einem Wert von 169,3 gegeben. Danach war sie – von wenigen Ausreißern abgesehen – ziemlich stetig gesunken. Zuletzt war die Inzidenz am 1. und 2. Juni vorübergehend gestiegen. Wegen der Delta-Variante befürchten Experten aber, dass es bald zu einer Trendumkehr kommen könnte. 

Insgesamt haben sich in Deutschland laut offiziellen Angaben mehr als 3,7 Millionen mit dem Coronavirus infiziert. Die tatsächliche Zahl könnte aber deutlich höher liegen, da besonders in der Anfangszeit der Pandemie viele Infektionen nicht erkannt wurden.

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Die Zahl der coronabedingten Todesfälle stieg in den vergangenen 24 Stunden um sieben Fälle. Damit sind seit Beginn der Pandemie in Deutschland 91.030 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben, weltweit sind bereits fast vier Millionen Menschen an Covid-19 gestorben.