Was bedeuten die Emojis eigentlich, die wir so gern benutzen?
Was bedeuten die Emojis eigentlich, die wir so gern benutzen? imago/Rene Traut

Ohne Emojis ist Online-Kommunikation kaum denkbar. Denn ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Mit ihnen kann man schnell und einfach die aktuelle Stimmung oder Meinung wiedergeben. Doch so wie sich unsere Sprache weiterentwickelt, entwickeln sich auch unser Umgang mit den Piktogrammen und vor allem die Bedeutung, die sie vermitteln. Zum Welt-Emoji-Tag am 17. Juli erklären Experten der Sprachlern-App Babbel die kleinen Bildchen und wie die junge Generation sie zur Kommunikation nutzt.

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Die Generation Z, also diejenigen, die 1997 bis 2012 zur Welt gekommen sind, verwendet Sprache auf dieselbe Weise, wie sie die Welt erlebt: pragmatisch. Emojis werden oft ironisch verwendet. Aber die Generation Z ist auch sehr kritisch gegenüber Emojis, die insbesondere von den älteren Generationen in ihren Augen zu oft verwendet werden. Hier einige Beispiele für Emojis, die von Ihren Kindern und Enkeln vermutlich oft genutzt beziehungsweise wohl eher verschmäht werden.

Emojis werden von verschiedenen Generationen unterschiedlich verwendet

„Herz“-Emoji mit vorausgeschobenem Nein: Diese Kombination wird laut Babble verwendet, wenn jemand etwas wirklich nicht tun will, dies aber sehr nett meint. Durch die ehrliche Antwort sollen die Gefühle des Empfängers nicht verletzt werden. Wollen die Eltern zum Beispiel, dass ein Wochenende gemeinsam auf dem Land verbracht wird, kommt es schonmal zu einem „Nein ‚Herz‘-Emoji“.

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„Clown“-Emoji: Das „Clown“-Emoji wird verwendet, um jemanden oder etwas zu kritisieren. Im Internet trifft man auf viele Trolle oder nett gesagt: auf Menschen mit einer anderen Meinung. Die Generation Z, die mit dem Internet groß geworden ist, nutzt das „Clown“-Emoji um zu zeigen, dass die andere Person sich lächerlich macht oder heuchlerisch ist.

„Glitzer“-Emoji: Das Glitzer-Emoji, sieht aus wie drei unterschiedlich große Sterne, wird verwendet, um ein bestimmtes Wort zu betonen und etwas besonders wichtiges hervorzuheben, z. B. „Ich ‚Glitzer‘-Emoji liebe ‚Glitzer‘-Emoji es, am Montagmorgen zur Arbeit zu gehen“. Es wird ironisch verwendet, um etwas zu kritisieren. Ältere Generationen würden dafür eher das Zwinker-Emoji verwenden. Das Glitzer-Emoji wird oft zusammen mit dem „Feen“-Emoji und anderen kitschigen Emojis verwendet. „Ich kann es kaum erwarten zur Schule zu gehen ‚Glitzer‘-Emoji den ganzen Tag ‚Glitzer‘-Emoji ‚Feen‘-Emoji ‚Feen‘-Emoji “.

Emojis sollen Gefühle ausdrücken – aber welche?
Emojis sollen Gefühle ausdrücken – aber welche? imago/agefotostock

Emoji mit Freudentränen ist total out

„Totenkopf“-Emoji: Für alle, die es noch nicht wissen: Das Emoji mit Freudentränen ist „lame“ – also so was von out. Es wird seit vielen Jahren überstrapaziert. Die Generation Z möchte keine Emojis verwenden, die von den eigenen Eltern seit Jahren exzessiv genutzt werden. Daher das „Totenkopf“-Emoji, wenn man sich zu Tode lacht. Oder das weinende Emoji, wenn etwas so lustig ist, dass Tränen fließen.

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„Rote Flagge“-Emoji: Das „Rote Flagge“-Emoji wurde im Internet durch ein Meme bekannt. Es wird verwendet, um vor etwas zu warnen und auf etwas Problematisches hinzuweisen. Dabei kann es sich zum Beispiel um Verhaltensweisen, Zustände oder Handlungen handeln. Die Generation Z empfindet etwas oder jemanden, der so geflaggt wurde, als echten Deal-Breaker. Wer zum Beispiel das Emoji mit Freudentränen im Text verwendet, bekommt das „Rote Flagge“-Emoji.