Ein Abend mit Folgen. Nach einem Discobesuch gab es in den Niederlanden einen größeren Corona-Ausbruch. (Symbolfoto) Imago 

Endlich Feiern, wieder Tanze im Club. Kaum hatte in den Niederlanden die Nachtgastronomie wieder geöffnet, gab es auch schon das erste Superspreader-Event. In einem Club im holländischen Enschede feierten 600  Partygänger in der Disco Aspen Valley - 150 von ihnen haben jetzt nicht nur einem Kater sondern auch Corona.

Die Zeitung „De Standaard“ berichtet von den gehäuften Corona-Fällen gleich nach der erster Nacht. Obwohl der Club ein Sicherheitskonzept habe vorweisen müssen, sei es zu den Infektionen gekommen. Die Partygäste müssen sich in den Niederlanden vor dem Club-Besuch testen lassen oder eine Impfung vorweisen. Die Gäste mussten ihre Tickets im Vorfeld kaufen und sich registrieren lassen um Kontakte nachverfolgen zu können. 

Die Behörden sind nun dabei, weitere Infizierte ausfindig zu machen, alle Gäste der Party sind aufgerufen sich testen zu lassen. 

Es gibt Spekulationen, dass die Gäste QR-Codes zum Einlass untereinander getauscht haben, um in die Großraumdisco zu gelangen. So könnten auch ungetestete Personen Zugang erhalten haben. 

Unklar ist, ob sich an diesem Abend in der Disco alle 165 Infizierten mit dem Virus angesteckt haben. Auch ist nicht bekannt, ob durch die Infektion auch Menschen erkrankt sind.

Griechenland reguliert Nachtleben wieder stärker 

Auch in Griechenland ziehen die Fallzahlen wieder an. Daher gelten in griechischen Bars wieder strikte Corona-Maßnahmen sowie saftige Strafen bei Zuwiderhandlung. Die Zahlen haben sich in Griechenland binnen einer Woche mehr als verdoppelt, betroffen sind vor allem junge Leute.

„Das durchschnittliche Alter der neu Erkrankten beträgt 27 Jahre, es wurden Hunderte Fälle im Zusammenhang mit Unterhaltungsbetrieben gemeldet“, sagte Zivilschutzchef Nikos Chardalias. Weil der Anstieg der Fälle offensichtlich mit dem Nachtleben zusammenhängt, dürfen die Gäste ab Donnerstag nur noch sitzen, nicht mehr beisammenstehen oder gar tanzen, und die Betriebe dürfen auch nicht voll besetzt sein.

Saftige Strafen drohen in Griechenland 

Bei Zuwiderhandlung soll es von Beginn an harte Strafen geben: Es drohen je nach Betriebsgröße zwischen 2000 und 5000 Euro Bußgeld und eine siebentägige Sperre. Beim zweiten Mal wird der Laden für zwei Wochen geschlossen, das Bußgeld beträgt 10 000 Euro. Beim dritten Mal kann die Lizenz entzogen werden. Zudem könnten die Strafen rückwirkend veranlasst werden, etwa wenn Fotos und Videos in sozialen Medien nachträglich Zuwiderhandlungen belegten, sagte Chardalias.

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Am Dienstag hatte die griechische Gesundheitsbehörde 1797 Neuinfektionen binnen 24 Stunden für das Land mit seinen rund 11 Millionen Einwohnern gemeldet. Vergangene Woche waren es noch zwischen 600 und 700 Neuinfektionen täglich.