Eine Frau geht mit einem Kinderwagen spazieren. Foto: Imago-Images/Jose Luis Carrascosa

Gebrechlich, schadstoffbelastet, rückenschädigend - und vor allem viel zu eng. Solche Prädikate wollen Eltern nicht gerade hören, wenn es um die erste eigene Karre ihres Babys geht. Doch genau die spiegeln sich im Ergebnis der Stiftung Warentest zu Kombi-Kinderwagen („test“-Ausgabe 8/20) wider.

Von zwölf getesteten Modellen schneiden nur zwei „gut“ ab: Der Maxi-Cosi Lila XP für 950 Euro verfügt über die geräumigste Babywanne und ist auch noch mit Sitz sehr lange einsetzbar. Allerdings kann es für ihn zusammengeklappt im Kofferraum eines Kleinwagens eng werden.

Der Testsieger: Der Maxi-Cosi Lila XP für 950 Euro bietet die geräumigste Babywanne. Foto: dpa/Stiftung Warentest/Ralph Kaiser

Ein „gut“ erreichte auch der schon nicht mehr ganz so geräumige Hartan Yes GTS für 1100 Euro. Er sei durch seine Schieberhöhe auch für große Eltern gut zu handeln und punkte als einziger mit verstellbaren Fußstützen. Weitere vier Modelle erreichen bei den Testern immerhin noch ein „befriedigend“.

Doch es gab auch schlechte Bewertungen. So schnitten zwei Modelle mit „mangelhaft“ ab, da bei ihnen Schadstoffe nachgewiesen wurden. In dem Sicherheitsgurt beim Wagen der Marke Hauck wurde Benzo(ghi)perylen nachgewiesen, dem eine erbgutverändernde Wirkung nachgesagt wird, in einem Matratzenbezug des Wagens von Kinderkraft wurde TCPP nachgewiesen, das im Verdacht steht, krebserzeugend zu sein.

Kritikpunkt bei vielen anderen Modellen ist die Geräumigkeit. Als Liegefläche gelten 35 mal 78 Zentimeter als optimal. Doch die meisten Babywannen seien laut Tester deutlich kleiner. Babys finden in ihnen wenig Erholung, reagieren unruhig, überreizt und weinen rasch.