Tennis-Legende Boris Becker trifft am 8. April zu seinem Strafprozess am Southwark Crown Court in London ein (Archivfoto).  
Tennis-Legende Boris Becker trifft am 8. April zu seinem Strafprozess am Southwark Crown Court in London ein (Archivfoto).   AP/dpa/Alberto Pezzali 

Ist Boris Becker (55) bereits aus der Haft in Großbritannien entlassen worden?  Viele sahen am Mittwoch interessiert auf den Flughafen München. Dort wurde ein Privatjet aus dem englischen Farnborough erwartet, in dem angeblich Tennis-Legende Boris Becker hätte sitzen sollen. Doch Fehlalarm: In diesem Flieger war nicht der in Großbritannien verurteilte Tennis-Star an Bord, wie RTL News online schreibt. Britische Medien hatten zuvor berichtet, dass Becker kurz vor Weihnachten noch aus seinem Londoner Knast nach Deutschland abgeschoben werden sollte.

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Boris Becker war Ende April von einem Londoner Gericht zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er in seinem Insolvenzverfahren Vermögensbestandteile in Millionenhöhe verschleiert hatte. 

Boris Becker war laut RTL nicht an Bord des beobachteten Privatjets

Die Wetterbedingungen hatten die Ankunft des vielbeobachteten Privatjets in München spannend werden lassen, der Verkehr wurde von Eisregen erst beeinträchtigt dann eingestellt. Der Privatjet wich auf den Sonderflughafen Oberpfaffenhofen aus. Nach RTL-Informationen soll Boris Becker aber nicht an Bord gewesen sein. Dafür spricht auch, was der britische Rechtsanwalt Ben Inigo-Jones annimmt. Der schätzt ein: „Boris Becker wird wahrscheinlich mit dem Linienflugzeug zurück nach Deutschland reisen.“

Streamingdienst kündigt Dokumentation über Boris Becker an 

Parallel zu diesen Spekulationen über die Entlassung Beckers aus britischer Haft hat der Streamingdienst Apple TV+ eine Dokumentation über den 55-Jährigen angekündigt. Wann genau die zweiteilige Serie, die noch keinen Titel hat, veröffentlicht werden soll, blieb zunächst unklar. Sie basiere auf drei Jahren exklusivem Zugang zu Becker und werde „alle Aspekte des Mannes“ beleuchten, hieß es in einer Mitteilung vom Mittwochabend.

In einem kurzen Trailer ist ein Boris Becker mit geröteten Augen zu sehen, der wenige Tage vor der Strafmaßverkündung Ende April konstatiert: „Ich habe meinen Tiefpunkt erreicht. Ich werde sehen, was ich damit anfange.“ Der kurze Einspieler endet mit den Worten: „Es ist Mittwochnachmittag, am Freitag werde ich den Rest meines Lebens kennen.“ 

Boris Becker war in Großbritannien zu einer Strafe von zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er dürfte aber von einer Sonderregel profitieren, wonach ausländische Häftlinge in Großbritannien bereits ein Jahr früher als gewöhnlich entlassen und abgeschoben werden können.