Ein Hubschrauber der Bundespolizei fliegt mit einem Löschwasser-Außenlastbehälter, um einen Waldbrand im Nationalpark Sächsische Schweiz zu löschen.
Ein Hubschrauber der Bundespolizei fliegt mit einem Löschwasser-Außenlastbehälter, um einen Waldbrand im Nationalpark Sächsische Schweiz zu löschen. dpa/Robert Michael

Seit Tagen kämpfen die Retter von Feuerwehr, Bundeswehr und THW gegen die Flammen – beim Waldbrand im Nationalpark Sächsische Schweiz sind einige der Feuer laut Behörden zwar unter Kontrolle, entspannt hat sich die Lage aber noch nicht. Immer wieder flammen die Brände auf, immer wieder zieht dichter Qualm über die Dörfer in der Nähe der Brandstelle.

Das Dröhnen der Löschhubschrauber ist allgegenwärtig. Aber: Wie sieht so ein Einsatz von oben aus? Ein Video auf Youtube dokumentiert einen Flug … und zeigt gleichzeitig, wie viel Wald der Brand zerstört hat.

Waldbrand in der Sächsischen Schweiz: Mehrere Hubschrauber unterwegs

In dem knapp vier Minuten langen Clip ist eine Handyaufnahme zu sehen, offenbar angefertigt von der Besatzung eines Löschhubschraubers. Mehrere dieser Maschinen sind seit dem vergangenen Montag nahezu ohne Pause im Einsatz, um das Feuer im Nationalpark Sächsische Schweiz und die verheerenden Brände in der Böhmischen Schweiz jenseits der Grenze zu bekämpfen.

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Die Hubschrauber holen das Wasser aus der Elbe, fliegen es zu den Brandstellen und lassen es über dem brennenden Wald ab. Das Video zeigt, wie der Hubschrauber zunächst über der Elbe absinkt, wie sich der hängende Wassersack füllt. Danach gibt es Bilder des Fluges: Es geht über das tschechische Grenzörtchen Hrensko in den hinteren Teil des Ortes und von dort in die Wälder.

Der Wald brennt im Nationalpark Sächsische Schweiz. Mit Hubschraubern versuchen die Rettungskräfte, das Feuer einzudämmen.
Der Wald brennt im Nationalpark Sächsische Schweiz. Mit Hubschraubern versuchen die Rettungskräfte, das Feuer einzudämmen. dpa/Robert Michael

Die Aufnahmen: beklemmend. Grüner, satter Wald weicht plötzlich der Feuerwüste. Bäume, Sträucher, satte Wiesen: Alles wurde hier von den Flammen zerfressen. Zwischen den Bäumen steigt Rauch auf – ein Beleg für die zahlreichen kleinen, aktiven Brandstellen. Das Feuer hat eine Schneise der Verwüstung hinterlassen, überall sind nur die Skelette der Bäume zu sehen.

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Über einem Waldstück leert der Hubschrauberpilot dann den Wassersack aus, das Wasser ergießt sich über die Bäume. Dann kehrt die Maschine zur Elbe zurück – beim Abfliegen lässt sich die Stelle genau verorten. Es ist der Wald rund um das Prebischtor: Das tschechische Wahrzeichen ist das größte natürliche Sandstein-Felsentor Europas – und befindet sich mitten im Waldbrandgebiet.

Bisher sind das Tor selbst und auch der in der Nähe liegende Gasthof vom Feuer nicht betroffen, doch tagelang wurde um den beliebten Ausflugsort gebangt. Inzwischen konnte die Feuerwehr wieder auf das Gelände, verlegte Wasserschläuche, um im Bedarfsfall direkt löschen zu können.

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Am Freitagvormittag kämpften mehr als 220 Feuerwehrleute gegen den Brand. Während des Tages sollten weitere Einsatzkräfte aus anderen Landesteilen eintreffen. Sieben Löschhubschrauber seien im Einsatz. Am Wochenende sollen zudem zwei weitere Hubschrauber zum Löschen hinzukommen. Sogar in der etwa 30 Kilometer entfernten Landeshauptstadt Dresden lag am Freitagmorgen deutlich Brandgeruch in der Luft. Den Angaben zufolge stehen etwa 250 Hektar Waldfläche in Flammen.