Polizei und Rettungskräfte haben in einem Haus im niederrheinischen Tönisvorst drei Leichen gefunden.
Polizei und Rettungskräfte haben in einem Haus im niederrheinischen Tönisvorst drei Leichen gefunden. dpa/David Young

Was für ein schrecklicher Vorfall in einer ruhigen Wohnsiedlung: Eine Frau mit ihrem Lebensgefährten und ihrer Mutter sterben in einem Haus. Erst als die Bewohner tagelang nicht mehr gesehen werden und schon Verwesungsgeruch aus dem Haus strömt, schreiten die Behörden ein.

Schrecklicher Fund im niederrheinischen Tönisvorst: Seit Ende Dezember haben die Leichen von drei Menschen in einem Wohnhaus gelegen, bevor die Behörden sich Zugang zu dem Gebäude verschafften.

Die Ermittler gehen nicht von einem Verbrechen aus. „Wir haben keine Hinweise auf ein Fremdverschulden entdecken können. Es gibt keine Spuren äußerer Einwirkung“, sagte ein Sprecher der Krefelder Staatsanwaltschaft am Mittwoch.

Die drei Bewohner starben bereits Ende Dezember zu unterschiedlichen Zeitpunkten an inneren Erkrankungen

Wie die Obduktionen ergaben, starben die Bewohner bereits Ende Dezember zu unterschiedlichen Zeitpunkten jeweils an inneren Erkrankungen. Ein genauerer Todeszeitpunkt lasse sich nicht mehr feststellen.

Bei den Bewohnern des Einfamilienhauses soll es sich um eine 95-Jährige, sowie ihre 63-jährige Tochter und deren 69-jährigen Lebensgefährten handeln. Sie hätten sehr zurückgezogen gelebt. Die Untersuchungen zur eindeutigen Identifizierung der Leichen seien aber noch nicht abgeschlossen.

Nachbarn hatten sie seit Tagen nicht mehr gesehen, eine Leiche vom Fenster aus zu sehen

Nachbarn hatten am Montagvormittag das Ordnungsamt informiert, weil sie die drei Bewohner des Hauses seit mehreren Tagen nicht gesehen hatten und sich sorgten. Daraufhin hätten die Einsatzkräfte die Leichen gefunden. Beim Fundort handelt es sich um eine Doppelhaushälfte in einem Wohngebiet im Stadtteil St. Tönis.

„Durch die auf Kipp stehenden Fenster war schon ein Verwesungsgeruch wahrzunehmen, eine Leiche war von außen durch ein Fenster zu sehen“, hatte ein Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr der „Rheinischen Post“ gesagt.