Die kleine weiße Tigerin Nieve kam in einem Zoo in Nicaragua zur Welt. Foto: imago images/Jorge Torres

Ist die süß! In einem Zoo in Nicaragua ist ein seltener weißer Tiger zur Welt gekommen. Da das Muttertier das Junge nicht annahm, wird es nun mit der Hand aufgezogen, wie der Direktor des National-Zoos in Masaya, Eduardo Sacasa, am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die kleine weiße Tigerin bekam den Namen Nieve – das ist das spanische Wort für Schnee.

Nieve kam vor einer Woche mit einem Gewicht von unter einem Kilogramm zur Welt. Weil ihre Mutter, eine normal gefärbte frühere Zirkus-Tigerin, das Junge nicht annahm, zieht nun Sacasas Frau Marina Arguello das Kleine mit der Flasche auf. „Sie hat ihren Appetit nicht verloren“, erzählt Nieves Ersatzmutter. „Alle drei Stunden bekommt sie die Flasche. Wenn nicht, schreit sie.“

Alle drei Stunden muss Nieve gefüttert werden – und sie muss viel schlafen. Foto: imago images/Jorge Torres

Die Tierschutzorganisation WWF beschreibt weiße Tiger als „genetische Anomalie“. Derzeit ist kein Fall eines in der Wildnis lebenden weißen Tigers bekannt. In Gefangenschaft leben ein paar Dutzend von ihnen.

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Weiße Tiger sind bengalische Tiger, deren Eltern ein rezessives Gen für weißes Fell an ihren Nachwuchs weitergegeben haben. Es handelt sich weder um eine eigene Art noch um Albino-Exemplare. Nach Angaben der Wildkatzenschutzorganisation The Wildcat Sanctuary im US-Bundesstaat Minnesota sind weiße Tiger beliebt bei Wildparks und Zoos, weil sie mehr Besucher anlocken. Allerdings litten diese Tiere oft an Missbildungen und anderen Folgen der Erbschäden.