Eine Brücke aus Juteseilen und Bambusplanken spannt sich über eine stark befahrene Autobahn, die durch einen Dschungel führt. Foto: Forest Department, Uttarakhand, India/dpa

Wie schafft man es, dass Tiere über eine Straße kommen - ohne dabei überfahren zu werden? Eine Waldbehörde in Indien hat kürzlich eine Brücke aus Juteseilen und Bambusplanken über eine stark befahrene Autobahn gebaut, die durch einen Dschungel führt.

Um den Tieren die Brücke möglichst schmackhaft zu machen, versuchen sie sie zurzeit möglichst ans Ökosystem anzupassen - indem sie sie mit Gras, Moos und Kletterpflanzen ausstatten, wie ein Mitarbeiter der Waldbehörde im bergigen Bundesstaat Uttarakhand im Himalaya, Chandra Shekhar Joshi, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Sie hofften, dass die Tiere sie bald nutzen und hätten Kameras installiert, die dies dann dokumentieren sollen.

Mehr aktuelle Nachrichten aus dem Ressort Panorama finden Sie hier >>

Die Waldbehörde hofft, dass die 27 Meter lange, 1,5 Meter breite und 12 Meter hohe Brücke besonders kleine Tiere wie Eidechsen und Stachelschweine anzieht, die Autofahrer deutlich schlechter sehen und eher überfahren als große Tiere wie Hirsche, Leoparden und Elefanten.

Während die Behörde noch mit der Bepflanzung experimentiert, sei die Brücke bereits eine Sehenswürdigkeit für vorbeifahrende Autofahrer geworden, die oft Fotos davon machten, sagte der Mitarbeiter. Auf der Autobahn sind oft Touristen unterwegs - die in dem bergigen Bundesstaat hinduistische Pilgerstätten besuchen oder Urlaub im Himalaya machen. Die Behörde hofft, dass es Menschen bei Selfies mit der Brücke belassen - und nicht darauf klettern. Auch aus diesem Grund patrouillierten Mitarbeiter regelmäßig in der Gegend. Die Brücke könne aber etwa das Gewicht von drei erwachsenen Menschen tragen.

Die Waldbehörde hofft, dass die 27 Meter lange, 1,5 Meter breite und 12 Meter hohe Brücke besonders kleine Tiere anzieht, die Autofahrer deutlich schlechter sehen und eher überfahren werden als große Tiere. 
Foto: Forest Department, Uttarakhand, India/dpa