Der Angeklagte zu Beginn seines Prozesses mit einem Aktenmappe vor dem Gesicht im Gerichtssaal. dpa/Marcel Kusch

Ein Martyrium, das sich niemand ausmalen möchte: Ein Junge in Recklinghausen wird Hunderte Male sexuell missbraucht. Während des zweieinhalbjährigen Zeitraums wird er vom Täter in seiner Wohnung versteckt. Jetzt ist das Urteil gegen seinen Peiniger gefallen.

Kinderporno-Verdacht: Kommissar Zufall führte Polizei zum vermissten Jungen

Im Prozess um den hundertfachen sexuellen Missbrauch eines Jungen in Recklinghausen ist der Täter zu insgesamt neun Jahren Haft verurteilt worden. Darüber hinaus ordnete das Bochumer Landgericht am Donnerstag die Unterbringung des Deutschen in der Sicherungsverwahrung an.

Der anfangs 13 Jahre alte Junge war im Sommer 2017 verschwunden und erst zweieinhalb Jahre später durch Zufall entdeckt worden. Als die Polizei die Wohnung des 46-jährigen Angeklagten wegen eines Kinderpornografie-Verdachts durchsuchte, fand sie den Jungen in einem Schrank. Er soll die Wohnung während der gesamten Zeit nicht verlassen haben.