Ihr treuer Dackel wich nicht von ihrer Stelle.
Ihr treuer Dackel wich nicht von ihrer Stelle. imago/Yay images

Am Städtchen Lübtheen fährt man auf dem Weg von Berlin nach Hamburg vorbei: Es ist die Landesgrenze zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen, unweit von Schwerin. Von Lübtheen aus war Hanne-Lore S. am 8. September zusammen mit ihrem Dackel aufgebrochen. Seitdem wurde die 78-Jährige vermisst. Jetzt haben Arbeiter am Fluss Rögnitz im niedersächsischen Amt Neuhaus eine Frauenleiche entdeckt. Die Polizei ist sich sicher: Es handelt sich um die vermisste Seniorin.

Vermisste Seniorin rief Sohn per Handy an: „Ich weiß nicht, wo ich bin“

Als die Leiche am Dienstag gefunden wurde, wurde ein Hund aufgegriffen. Der Polizei zufolge handelt es sich um das Tier der Frau, das ihr nicht von der Seite gewichen ist. Wie die Frau zu Tode kam, ist noch nicht vollständig aufgeklärt. Eine Fremdeinwirkung schließt die Polizei aus.

Laut Angehörigen war Hanne-Lore auf dem Weg zu einem Tierarzt. Laut Bild hatte sie am Nachmittag ihren Sohn per Handy angerufen und gesagt, sie habe sich verirrt: „weiß nicht, wo ich bin“. Daraufhin habe sie widersprüchliche Angaben gemacht und panisch gewirkt. Einmal hieß es, sie stünde im Wald, dann habe sie eine Fähre gesehen, dann sei sie von einer „Gruppe von Männern“ ignoriert worden.

Aufwändige Suchaktion ergebnislos, schließlich wird die Leiche 100 Meter von einer Straße entfernt gefunden

Inzwischen ist es Abend, die Familie alarmiert die Polizei. Schließlich gibt es keine Handyverbindung mehr: Offensichtlich war der Akku des Handys leer. Medien berichten daraufhin von einer aufwändigen Suchaktion mit einer Hundestaffel und einer Drohne. Auch die Auswertung der Handyverbindungsdaten ergibt keine brauchbaren Ergebnisse.

Laut Bild war die Seniorin wohl erst vier oder fünf Tage nach ihrem Verschwinden gestorben. Ihre Leiche sei gerade einmal 100 Meter von einer Straße entfernt gefunden worden. Der Hund soll sich wohl die ganze Zeit über von Flusswasser, Fröschen und Mäusen ernährt haben. Vor dem Tierarztbesuch soll das Tier sage und schreibe 13 Kilo Übergewicht gehabt haben. Als er gefunden wurde, hatte der Dackel nur noch sieben Kilo auf den Rippen.