Sogenannte Super-Recogniser können Personen in Menschenmengen schneller erkennen.
Sogenannte Super-Recogniser können Personen in Menschenmengen schneller erkennen. dpa/Martin Gerten

Sie haben besondere Fähigkeiten, sozusagen einen speziellen Blick. Und den macht sich die Bundespolizei seit diesem Jahr zunutze. Sie testet Super-Beamte, um Verdächtige schneller zu identifizieren. Diese sogenannten Super-Recogniser (engl.: recognize = erkennen) haben eine besondere Begabung dafür, Gesichter wiederzuerkennen.

Ziel sei es, die Kompetenz der Einheiten bei der Fahndung, Observierung und Aufklärung zu stärken, sagte eine Sprecherin des Bundespolizeipräsidiums in Potsdam der Deutschen Presse-Agentur. Dabei gehe es auch um die Auswertung von umfangreichen Bild- und Videodateien. Weitere Einsatzszenarien seien Großereignisse wie Fußballspiele oder Demonstrationen. Super-Recogniser sind besonders gut darin, Personen auch in großen Menschenmengen oder Videos zu identifizieren.

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Super-Recogniser bei der Bundespolizei: Personen in großen Gruppen erkennen

Insgesamt 7820 Beamte der Bundespolizei hätten sich zu Beginn dieses Jahres für das Testverfahren registriert, berichtete die Sprecherin. In Zusammenarbeit mit der University of Greenwich in London seien 113 Super-Recogniser aus allen Bereichen der Bundespolizei und verteilt über das Bundesgebiet ausgewählt worden.

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Diese Beamten nutzten diese Fähigkeit bereits im Nebenamt im Rahmen ihrer täglichen Einsätze bei Kontrollen, Streifengängen und Ermittlungen, erklärte die Sprecherin. Mitte nächsten Jahres solle eine erste Auswertung zu den Erfolgen bei diesen Einsätzen vorliegen. Zur Auswahl weiterer Super-Recogniser in der Bundespolizei sei die Zusammenarbeit mit der University of Greenwich gerade um zwei weitere Jahre verlängert worden.