Bei einer Schusswaffenattacke an einer Grundschule im US-Bundesstaat Texas sind mindestens 19 Kinder und zwei Lehrer getötet worden. dpa/AP/The San Antonio Express/William Luther

Bei einer Schusswaffenattacke an einer Grundschule im US-Bundesstaat Texas sind mindestens 19 Kinder und zwei Lehrer getötet worden. Auch der Angreifer, der 18-jährige Highschool-Schüler Salvador Ramos, sei tot, sagte der texanische Gouverneur Greg Abbott am Dienstag. Der mit einer Handfeuerwaffe und womöglich einem Gewehr bewaffnete Ramos wurde von Polizisten erschossen worden.

Der Angriff ereignete sich an einer Grundschule der 135 Kilometer westlich von San Antonio gelegenen Kleinstadt Uvalde. Laut der Polizei von Bexar County hatte Ramos morgens zuerst seine eigene Großmutter erschossen. Dann fuhr er mit einem Pickup-Truck zur Robb Elementary School, mit dem er gegen andere Autos krachte.

Salvador Ramos kurz vor der Bluttat Instagram

Gegen 11:43 Uhr rannte er in das Schul-Gebäude, in dem 3. bis 5. Klassen unterrichtet wurde und feuerte los. Beim Herauslaufen wurde er von zwei Beamten des texanischen Grenzschutzes, die zufällig vorbeikamen, beschossen. Er feuerte zurück und rannte dann wieder in die Schule, wo er sich verbarrikadierte. Danach lieferte sich der 18-Jährige weitere Schusswechsel mit den anrückenden Cops, ehe er tödlich getroffen wurde.

Das örtliche Krankenhaus hatte zuvor von zwei Toten gesprochen. Demnach wurden 13 verletzte Kinder zur Behandlung eingeliefert. Die Polizei hatte zunächst erklärt, der Täter befinde sich in „Polizeigewahrsam“.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Schütze bei der Tat allein gehandelt hat. „Der Verdächtige ist tot“, sagte der Polizeichef am Dienstagnachmittag (Ortszeit) in Uvalde. Er beantwortete keine Fragen und machte keine Angaben dazu, wie viele Menschen bei dem Vorfall verletzt oder getötet worden sind. Man wolle die Privatsphäre der Angehörigen respektieren, sagte er. Es handle sich um ein „abscheuliches“ Verbrechen.

Einsatzkräfte an der Grundschule in Uvalde. Foto: /AP/dpa dpa/AP/Dario Lopez-Mills

US-Präsident will die Waffengesetze verschärfen.

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karine Jean-Pierre, erklärte, US-Präsident Joe Biden sei über den Angriff informiert worden. „Er betet für die Familien, die von diesem furchtbaren Ereignis betroffen sind.“ Der Präsident wollte sich demnach noch am Dienstagabend (Ortszeit) nach seiner Rückkehr von seiner Asienreise in Washington äußern. Der sichtlich erschütterte US-Präsident Joe Biden rief dazu auf, die Waffengesetze zu verschärfen.

In den USA kommt es regelmäßig zu tödlichen Schusswaffenattacken

Ziel von Schusswaffenattacken sind immer wieder auch Schulen: So erschoss ein 20-Jähriger im Dezember 2012 bei einem Angriff auf die Sandy-Hook-Grundschule in der Stadt Newtown im Bundesstaat Connecticut 20 Kinder und sechs Erwachsene. Am Valentinstag 2018 eröffnete ein damals 19-Jähriger mit einem halbautomatischen Gewehr das Feuer auf Schüler und Lehrer seiner ehemaligen Schule in Parkland im Bundesstaat Florida und tötete 17 Menschen.