Sturm Klaus kommt.  Foto: wetter.net/wxcharts.com

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Die Ruhe vor dem Sturm ist diesmal nicht nur sprichwörtlich. Am Mittwoch liegt Deutschland größtenteils unter eine Wolkendecke. Nur im Nordosten kommt auch die Sonne heraus. Auch die Berliner erleben einen frühlingshaften Tag. Ruhe in Deutschland. Noch. Denn dann kommt Klaus... 

Der Sturm wird am Donnerstag besonders den Nordwesten, den Westen und den Norden Deutschlands richtig erwischen. Dabei kann es auch blitzen und donnern. Bei Gewittern und Schauern sind die heftigsten Böen zu erwarten. Dann kann es auch mal bis ins Flachland orkanartige Böen bis 110 km/h geben.

Sturmserie eröffnet

Laut Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net wird damit gleich eine ganz Sturmserie eröffnet. Am Donnerstag liegt der Schwerpunkt zunächst in Niedersachen, Hamburg, Bremen und Nordrhein-Westfalen. Auch Rheinland-Pfalz, Hessen und das Saarland bekommen richtig viel Wind ab.

Im Rest des Landes kommt Sturm "Klaus" nicht so heftig zum Zug, aber auch dort kann es sehr windig werden. Nach einer kleinen Abschwächung am Freitag zieht am Sonnabend im Westen und in der Mitte Deutschlands schon das nächste Sturmtief auf. Dann sind wieder Böen bis 100 km/h möglich.

Sturm „Klaus“ sorgt auch in Berlin und Brandenburg für windige Tage.  Foto: picture alliance/dpa

Stürmische Tage auch in Berlin

Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) müssen sich die Menschen auch in Berlin und Brandenburg auf stürmische Tage einstellen. Wie der DWD in Potsdam mitteilte, ist ab Donnerstagmittag verbreitet mit starken Windböen zu rechnen. Für die Nordwesthälfte Brandenburgs werden für den Nachmittag Sturmböen, bei Regenschauern sogar schwere Sturmböen vorhergesagt. Zuvor regnet es zum Teil kräftig. Die Temperaturen steigen auf acht bis elf Grad. Und auch am Freitag bleibt es bis zum Abend stürmisch.

Erste Vorboten gibt es am Mittwochabend. Nach einem sonnigen Tag ziehen von Westen her Wolken auf. Noch weht ein schwacher Südost- bis Südwind, und es wird zwischen sieben und neun Grad warm. In der Nacht kann es bei leichtem Frost von minus einem Grad vor allem an Oder und Neiße zu gefrierendem Regen und glatten Straßen kommen.

Achtung, Lebensgefahr!

Für alle Sturmregionen warnen die Meteorologen eindringlich vor den Gefahren. Dominik Jung: „Wer schon Balkon- oder Gartenmöbel draußen hat, sollte diese sichern. Spaziergänge in Parks oder in Wäldern sollten unterlassen werden, dann es besteht wie immer bei so einem Sturmtief Lebensgefahr.“

Mit dem aufziehenden Wind wird es auch deutlich wärmer. Donnerstag steigen die Höchstwerte auf 10 bis 15 Grad, nach 3 bis 9 Grad am Mittwoch. Der Freitag bleibt mit 7 bis 12 Grad weiterhin recht mild. Am Samstag liegen die Temperaturen bei neuer Sturmgefahr um 6 bis 13 Grad. Am Sonntag gibt es dann Schauer bei 5 bis 9 Grad, in mittleren und höheren Lagen kann es neben Regen auch Schneeregen oder Schnee geben. Es ist weiterhin sehr windig.

Und was folgt auf den Sturm?

Nächste Woche bleibt es wohl recht kühl und kann zwischendurch immer wieder Schneeregen- oder Regenschauer geben. Insgesamt wird es sehr wechselhaft. Auf dem Atlantik liegt ein Hoch, doch es kommt nach aktuellem Stand einfach nicht nach Deutschland gezogen. Es kommt maximal bis Frankreich.

Aus Osten hält ein Tief dagegen und das versucht kältere Luftmassen nach Deutschland zu bringen, daher das nasskalte Wetter in der kommenden Woche. Frühlingshaft warm will es da nach aktuellem Stand erstmal nicht werden, vielleicht zum nächsten Wochenende? Möglich!