Nach dem Unwetter und Unterspülungen bei Samtens rutschten große Hänge neben der Bundesstraße 96 ab.  dpa/Stefan Sauer

Auf Rügen hat ein Unwetter mit starken Regenfällen Schäden an Straßen und Hängen verursacht. Zahlreiche Wanderwege, Straßen und Parkplätze waren im Amtsbereich Mönchgut-Granitz gesperrt. Die Feuerwehr hatte in der Nacht zum Samstag mehr als 250 wetterbedingte Einsätze im Landkreis Vorpommern-Rügen, wie ein Feuerwehrsprecher sagte.

Keller und Tiefgaragen vollgelaufen

Die Einsatzkräfte hätten vor allem Keller und Tiefgaragen von Wasser befreit. Verletzt worden sei niemand. Auf dem Festland hat es der Polizei zufolge rund 20 bis 30 wetterbedingte Einsätze gegeben.

Die Wege sind nach dem Unwetter vielerorts gesperrt.  dpa/Stefan Sauer

Bundesstraße 96 gesperrt

Zudem ist die Bundesstraße 96 wegen einer Unterspülung bei Samtens in Richtung Insel gesperrt. Die Fahrbahn drohe abzurutschen, sagte ein Polizeisprecher dazu. In Richtung Stralsund ist die Straße befahrbar, in die Gegenrichtung wird der Verkehr umgeleitet. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers dürfte die halbseitige Sperrung mindestens bis Montag anhalten.

Am Morgen hatte die Feuerwehr Rügen/Stralsund in einer amtlichen Gefahrenmitteilung vor herunterfallenden Ästen und Überschwemmungsgefahr im Amtsbereich Mönchgut-Granitz auf Rügen gewarnt. Das Gebiet sei von den Folgen des Unwetters besonders betroffen gewesen. „Das ist wirklich der Hotspot“, sagte der Polizeisprecher. Außerdem mahnte die Feuerwehr zur Vorsicht an Hängen und an Steilküsten - hier sei es zu Erdrutschen gekommen.

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Hier in Göhren rutschen große Erdmassen auf einen Bürgersteig. dpa/Stefan Sauer

Feuerwehr mahnt zur Vorsicht

Am Sonntag beruhigte sich die Lage langsam, wie der Feuerwehrsprecher sagte. Die Einsatzleitung der Feuerwehr und die Amtsverwaltung habe entschieden, dass die Gefahrenmitteilung leicht angepasst und vor allem für die kaputten Straßen und die rutschenden Hänge bis Montag weiter gelten soll.

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Überall liegt Schutt und Gestein auf den Straßen und Fußwegen.  dpa/Stefan Sauer