Diese Welpen wurden im Tierheim Dellbrück untergebracht. Instagram/Tierheim Dellbrück

Immer wieder warnen Tierschützer davor, Hunde aus dubiosen Quellen zu kaufen – und trotzdem machen Welpenhändler das Geschäft ihres Lebens. Vor allem in der Corona-Pandemie sehnten sich während der Lockdowns viele Menschen nach Haustieren, fielen auf Anzeigen aus dem Internet herein, kauften schwer kranke Hunde von kriminellen Händlern. Jetzt kam es erneut zu einem riesigen Fall in der Nähe von Aachen – und das Tierheim Dellbrück bei Köln teilt im Netz die dramatische Geschichte der Welpen.

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Schock-Fund: 69 Welpen in Transporter eingepfercht

69 Welpen waren es, die die Polizei in der vergangenen Woche aus einem illegalen Transporter befreite. Der Transporter war auf dem Weg von Tschechien in Richtung Belgien. Doch an der Grenze kam es zur Kontrolle. Den Rettern offenbarte sich ein schlimmes Bild: Die kleinen Hundebabys waren in viel zu engen Käfigen untergebracht, waren auf der Ladefläche gestapelt.

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Die Beamten der Polizei kontrollierten die Papiere, stellten Unregelmäßigkeiten fest – unter anderem beim Impfschutz der kleinen Hunde. Den Fahrer (51) und Beifahrer (48) erwarten nun Verfahren wegen Verstoß gegen die Hundeeinführverordnung und Urkundenfälschung.

Die Hunde wurden auf umliegende Tierheime verteilt, werden dort nun von Tierpflegern liebevoll versorgt. Unter anderem in Dellbrück bei Köln – hier veröffentlichten die Pfleger nun einen dramatischen Appell. Ein Foto zeigt zwei der Hundebabys aus dem Transporter, die verspielt in die Kamera schauen.

„Wie Ihr vielleicht gelesen habt, wurde letzte Woche ein illegaler Tiertransport mit 69 Rassewelpen auf der Autobahn bei Aachen gestoppt. Die Hunde kamen aus Ungarn über Tschechien und sollten in Belgien verkauft werden“, heißt es zu dem Bild.

Welpen kaufen: Bitte nicht über dubiose Quellen im Internet!

„Auch bei uns sitzen zehn dieser Hunde nun in Quarantäne und wir sind unendlich froh, dass die kleinen Schäferhunde, Bullterrier, Staffs und Shiba- und Akita-Inus diesen kriminellen Machenschaften entkommen konnten. Sie haben Kokzidien, Giardien und sind total verwurmt, aber glücklicherweise wohlauf.“ So geht es übrigens vielen Hunden aus dem Welpenhandel: Sie werden in Zuchtfabriken vermehrt, viel zu früh von ihren Müttern getrennt, leben unter Katastrophalen Verhältnissen – und sind eben oft krank.

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Das Tierheim werde die kleinen Welpen erst einmal nicht vermitteln, heißt es. „Und wir möchten Euch bitten, uns keinerlei Anfragen zu schicken. Warum wir das dann posten, werden einige von Euch fragen. Um Euch immer wieder aufs Neue zu warnen, keine Welpen unbekannter Herkunft zu kaufen.“ Für jeden Welpen, der aus Mitleid gekauft werde, rücke ein Neuer nach. „Und eine Mutterhündin muss in irgendeinem Hinterhof unter schlimmsten Bedingungen Generationen von Nachwuchs produzieren.“