Gänsebraten gehört für viele zum Fest -in diesem Jahr werden die Preise dafür aber gewaltig steigen.
Gänsebraten gehört für viele zum Fest -in diesem Jahr werden die Preise dafür aber gewaltig steigen. dpa-tmn/Tobias Hase

Nur noch wenige Wochen, dann feiern die Menschen in Deutschland ein hoffentlich schönes Weihnachtsfest. Nach Jahren, beherrscht von der Pandemie, hätte es ein schönes Fest werden können, doch nun machen Krieg, Energiekrise und Inflation vielen Haushalten zu schaffen. Auch beim Weihnachtsbraten müssen die Menschen in diesem Jahr wesentlich tiefer in die Tasche greifen: Gänse-Züchter warnten schon vor Monaten, dass die Preise in diesem Jahr steigen werden – und jetzt sorgt ein Foto aus einem Supermarkt für Wirbel.

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Es ist ein unglaubliches Bild, das ein Twitter-Nutzer in einem deutschen Supermarkt aufnahm – wer es sieht, dem wird mit Blick auf das anstehende Weihnachtsfest beinahe übel. „Gestern so im Supermarkt gesehen, bin froh kein Fan zu sein“, schreibt er dazu. „Aber ich habe auch keine Ahnung was es kosten muss und darf bzw. wie aufwändig die Aufzucht ist.“

Heftiger Preis-Schock: So viel kostet die Weihnachtsgans im Supermarkt

Das Foto zeigt eine abgepackte Gans im Fleisch-Regal, zu sehen ist das aufgeklebte Preis-Etikett. Es handelt sich um eine junge Freilandgans aus Brandenburg – laut Etikett „frisch“. Unglaublich: Der Kilo-Preis für das Fleisch liegt bei 18.90 Euro – das macht beim Gewicht der Gans einen Gesamtpreis von 109,85 Euro. Mehr als 100 Euro für einen Weihnachtsbraten – würden Sie so viel Geld dafür ausgeben?

Viele werden es müssen, denn der Preis für die Weihnachtsgänse steigt in ganz Deutschland. Grund laut Berichten: „In diesem Jahr sind deutlich weniger Gänse aufgestallt und gemästet worden“, sagt Herbert Dohrmann, der Präsident des Deutschen Fleischer-Verbands (DFV). „Die Vogelgrippe ist nicht so richtig im Griff, außerdem hat der Ukraine-Krieg dazu geführt, dass Futtermittel sehr viel teurer geworden sind.“

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Zuchtgänse laufen durch einen Stall. An Weihnachten wird nach Befürchtung von Geflügelzüchtern wegen der kursierenden Vogelgrippe so mancher auf die traditionelle Weihnachtsgans verzichten müssen.
Zuchtgänse laufen durch einen Stall. An Weihnachten wird nach Befürchtung von Geflügelzüchtern wegen der kursierenden Vogelgrippe so mancher auf die traditionelle Weihnachtsgans verzichten müssen. dpa/Jan Woitas

Allein in diesem Sommer seien in Deutschland wegen der Geflügelpest 40.000 Gänse getötet worden, sagte der Geschäftsführer des Landesverbandes der Niedersächsischen Geflügelwirtschaft, Dieter Oltmann. Und das hat Folgen: Auch in der Gastronomie wird es bereits knapp: Mehr als 75 Prozent der Gastronomen wollen ihre Festtags-Karten in diesem Jahr etwa durch günstigere Alternativen ergänzen, etwa Wild, Ente oder Rind servieren.

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Inflation zum Weihnachtsfest: Diese Umfrage macht dem Handel Hoffnung

Allerdings macht eine Umfrage des Handelsverbandes etwas Hoffnung: Demnach sind die Menschen trotz steigender Preise wieder etwas eher bereit, sich etwas anzuschaffen. Der monatelange Abwärtstrend der Verbraucherstimmung halte nicht mehr an, teilte der Handelsverband Deutschland in Berlin mit. Beim eigenen Einkommen und der Wirtschaftsentwicklung sind die Menschen demnach etwas optimistischer als zuletzt. Vielleicht werden sich viele den fetten Braten trotz Ebbe in der Geldbörse also gönnen…