Dieses von der US-Weltraumbehörde NASA vorgestellte Bild zeigt die Entstehung einer Sternen-Region im Carina-Nebel, 7600 Lichtjahre von der Erde entfernt.
Dieses von der US-Weltraumbehörde NASA vorgestellte Bild zeigt die Entstehung einer Sternen-Region im Carina-Nebel, 7600 Lichtjahre von der Erde entfernt. NASA

Es sind Bilder, die jegliche Vorstellungskraft übersteigen: Aufnahmen der US-Raumfahrtbehörde Nasa vom James-Webb-Weltraumteleskops geben einen bislang unbekannten Eindruck von den Momenten nach dem Urknall – die Entstehung des Weltraums!

Jedes Bild sei „eine neue Entdeckung“ und werde „der Menschheit einen Blick auf das Universum ermöglichen, wie wir es noch nie gesehen haben“, sagte Nasa-Chef Bill Nelson bei der Vorstellung der Bilder am Dienstag. Am Vortag war bereits ein erstes Farbbild des extrem leistungsfähigen Teleskops veröffentlicht worden. Die gezeigten Galaxien entstanden vor mehr 13 Milliarden Jahren und damit relativ bald nach dem Urknall.

Bilder von der Entstehung des Weltraums vor über 13 Milliarden Jahren

Nun zeigte die Nasa die Gesamtheit der Bilder in einer einstündigen Live-Übertragung: darunter zwei Nebel, die den Lebenszyklus von Sternen zeigen, ein Exoplanet, also ein Planet außerhalb des Sonnensystems, und eine kompakte Galaxiengruppe.

Das von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA zur Verfügung gestellte Bild zeigt Stephan's Quintet aus fünf kompletten Galaxien, zusammengefügt aus 1000 Einzelbildern.
Das von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA zur Verfügung gestellte Bild zeigt Stephan's Quintet aus fünf kompletten Galaxien, zusammengefügt aus 1000 Einzelbildern. dpa/NASA

Das James-Webb-Teleskop erforscht die Frühzeit des Kosmos, nur einige hundert Millionen Jahre nach dem Urknall vor etwa rund 13,8 Milliarden Jahren. Astronomen versprechen sich Rückschlüsse auf die Bildung der ersten Sterne und Galaxien.

Weltraumteleskop James Webb befindet sich mehr als anderthalb Millionen Kilometer von der Erde entfernt

Das auch mit deutscher Beteiligung gebaute Teleskop war im Dezember nach jahrzehntelangen Vorbereitungen ins All gebracht worden. Nun befindet es sich mehr als anderthalb Millionen Kilometer von der Erde entfernt.

Das Teleskop übertrifft seinen Vorgänger Hubble an Größe und Komplexität bei Weitem. Es blickt weiter in den Weltraum als Hubble und damit auch weiter zurück in die Vergangenheit.

Dank Infrarot-Technik kann es kosmische Staubwolken durchdringen und Licht von den allerersten Sternen auffangen. Herzstück des Webb-Teleskops ist ein konkaver Spiegel von sechseinhalb Metern Durchmesser.