Seit 2018 wartet Thyson im Tierheim Dellbrück auf ein neues Zuhause.
Seit 2018 wartet Thyson im Tierheim Dellbrück auf ein neues Zuhause. Instagram/Tierheim Dellbrück

Während der Corona-Pandemie und der Lockdowns sehnten sich viele Menschen nach einem Haustier – und das kurbelte vor allem bei illegalen Welpenhändlern das Geschäft an. Denn: Wer sich einen Hund anschaffen will, möchte am liebsten ein Jungtier… je niedlicher, desto besser. Traurig, denn: In den deutschen Tierheimen warten überall auch ältere Tiere und sogar Omas und Opas, die kaum noch eine Chance auf Vermittlung haben.

Armer Thyson! DARUM findet der Tierheim-Hund kein Zuhause mehr

Sie sitzen in ihren Zwingern, warten sehnsüchtig auf ein neues Zuhause mit einem eigenen Sofa – doch leider bleibt es oft beim Warten. Denn kaum einer hat noch Geduld, sich einen Hund mit Ecken und Kanten ins eigene Zuhause zu holen. Das Tierheim Köln-Dellbrück berichtete auf Instagram nun von einem Fall, der echte Tierfreunde zu Tränen rührt.

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„Viele Tiere kommen und gehen. Wenige bleiben. Einer von ihnen ist unser Thyson“, heißt es in einem Beitrag, dazu das Bild eines Rottweiler-Mix-Hundes. Thyson guckt zutraulich in die Kamera – und mit traurigen Augen. Schon 2018 sei er wegen eines Beißvorfalls abgegeben wurden – und seitdem habe er leider nie mehr ernsthafte Interessenten gehabt, heißt es.

„Klar, es ist auch eine ganz besondere Aufgabe, ihn zuhause aufzunehmen. Er mag nicht jeden und wird sauer, sobald er sich bedrängt fühlt“, schreiben die Tierpfleger. „Tierarztbesuche sind immer wieder ein Graus, weil es kaum möglich ist, ihm einen Maulkorb aufzusetzen. Wir haben gelernt, mit ihm umzugehen und ihn so zu nehmen, wie er ist.“ Unter seinen Pflegern habe er Freunde gefunden – und er habe einen ehrenamtlichen Gassigänger, der sich um ihn kümmert.

„Langsam werden diese Runden kürzer. Thyson tun die alten Knochen weh und am liebsten liegt er gemütlich in seinem Zwinger. Er hat bessere und schlechtere Tage - schon einige Male hatten wir das Gefühl, dass die Kraft ihn verlässt“, heißt es im Beitrag. „Aber dann steht er doch wieder auf und fordert Leckerchen. Das Tierheim ist sein Zuhause geworden. Und wird es wahrscheinlich auch bleiben. Wir werden für ihn da sein. So lange er mag.“

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Eine traurige Geschichte – auch wenn es Thyson bei seinen Pflegern im Tierheim gut geht, hätten ihm viele noch ein eigenes Zuhause gewünscht. „Das ist so traurig, dass er nie wieder ernste Interessenten hatte, aber gleichzeitig, ist es schön, dass er in so einem tollen Tierheim mit so tollen Pflegern leben darf“, schreibt ein Nutzer in den Kommentaren. „Es gibt leider auch nicht so tolle Tierheime, auch hier in Deutschland. Da wäre er nicht so gut aufgehoben wie bei euch.“

Armer Tierheim-Hund: Nutzer bedanken sich bei Thysons Pflegern

Und einer dankt den Pflegern für ihren Einsatz. „Traurig für den kleinen Mann, aber schön, dass er bei euch einen Platz gefunden hat und dort so genommen wird wie er ist“, schreibt er. „Es ist traurig, dass alte Tiere kaum eine Vermittlungschance haben, zu wissen, sie werden im Tierheim über die Regenbogenbrücke gehen müssen. Ich denke aber, das eine Umgewöhnung, nach dieser langen Zeit und bei seinem Recht hohen Alter, Stress pur für ihn wäre und er vielleicht auch sehr unglücklich sein könnte. Er hat es gut bei euch, das ist das was zählt. Danke, dass ihr für ihn da seid.“

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