Amber Chapman (35) muss sich wegen schwerer Körperverletzung eines Kindes verantworten. Lake County Sheriff’s Office

In Florida wurde eine 35-jährige Frau wegen schwerer Körperverletzung eines Kindes festgenommen. Kaum zu glauben: Amber Chapman soll einen vierjährigen Jungen in einen Wäschetrockner gesteckt und die Maschine angeworfen haben. Sie hatte das Kind als Tagesmutter in Obhut.

Der kleine Junge aus Eustis in Florida wurde im Februar von seinen Eltern in eine Notaufnahme gebracht. Sie hatten an ihrem Sohn Blutergüsse im Gesicht, an den Schultern und am unteren Rücken entdeckt. Dazu schwere Schürfwunden an den Ohren. In der Klinik wurden auch Prellungen an Schultern, Bauch und Rücken diagnostiziert.

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Die Ärzte der Uniklinik Leesburg alarmierten wegen des Verdachts auf Kindesmisshandlung die Polizei. Den Beamten erzählte der Kleine, dass „Miss Chapman“ ihn mit ein paar Handtüchern in den Trockner geschoben habe, die Tür geschlossen habe, und „ich immer wieder im Kreis gefallen bin“. Die Babysitterin habe zwischendurch die Tür geöffnet, hineingeschaut, und er sei dann noch mal herumgewirbelt, berichtete der Vierjährige.

Ein Team des Kinderschutzes konnte zwar nicht zweifelsfrei nachweisen, dass das Drehen im Wäschetrockner die Verletzungen verursacht hatte. Doch die Ärzte erklärten in ihrem Bericht, dass anhand der Verletzungen die Version des vierjährigen Jungen stimmen muss.

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Nach weiteren Ermittlungen wurde Amber Chapman am vergangenen Wochenende verhaftet. Die 35-Jährige darf bis zur Verhandlung gegen 15.000 Dollar Kaution auf freiem Fuß bleiben. Ihr droht jedoch eine Anklage wegen schweren Kindesmissbrauchs und Körperverletzung.

Unklar ist, warum Amber Chapman den kleinen Jungen in den Wäschetrockner steckte. Es sei nicht das erste Mal, dass die 35-Jährige das Kind in Obhut hatte, heißt es in einer Erklärung der Ermittler. Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft nannte kein Motiv für die Tat.