Gefräßige Biberratten

Unfassbar: Nutria-Horden killen 15 Meter langen „Monsterhai“!

Die Tiere verbreiten sich immer mehr, haben überhaupt keine Scheu vor Menschen – und auch nicht vor Haien!

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Eine gefräßige Nutria am Ufer eines Gewässers in Fürstenwalde/Brandenburg
Eine gefräßige Nutria am Ufer eines Gewässers in Fürstenwalde/Brandenburgdpa/Patrick Pleul

Sie stammen eigentlich aus Südamerika, doch immer mehr der putzigen Pelztiere verbreiten sich in Deutschland. Die Populationen, die sich beispielsweise im Spreewald, aber inzwischen sogar in Hamburg breitmachen, sind entflohene oder ausgewilderte Tiere, oftmals aus früheren Pelzfarmen. Mittlerweile haben die possierlichen Tierchen überhaupt keine Scheu mehr vor Menschen: Sie nähern sich Passanten oder Restaurants, gucken unwiderstehlich und lassen sich gerne mit Gemüse füttern. Die Tiere sind ziemlich gefräßig, ernähren sich dabei so gut wie ausschließlich vegetarisch von Blättern, Stängeln, Wurzeln und Hackfrüchten.

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Seltener werden Schnecken, Würmer und Muscheln von Nutrias verspeist. Und extrem selten Haie. Haie? Nutrias sollen nämlich gerade einen „15 Meter langen Monsterhai“ in einem Dortmunder Vergnügungspark gekillt haben. Beweisfotos postete ein Dortmunder Eventveranstalter auf Facebook.

20 fette, gefräßige Nutrias hatten sich unter Monsterhai „Bruce“ breitgemacht

Zweifellos handelt es sich nicht um einen zuvor im Meer lebenden Hai, sondern um den 15 Meter langen leuchtenden Kunst-Hai im Dortmunder Fredenbaumpark. Dort hatte eine Windböe das Tier namens „Bruce“ aus der Verankerung gerissen. Möglich war dies aber nur deshalb, weil „20 fette Nutrias“, so heißt es in dem Post des Phantastischen Lichterweihnachtsmarktes, sich in der Unterkonstruktion aus „Stahlträgern, Paletten, Holz, Seilen, Zurrgurten und Jute einquartiert“ hatten.

Der Nutria-Bau machte die Konstruktion instabil, die eigentlich auch für heftige Windstöße ausgelegt war. „Nutria-Horden“, heißt es etwas belustigt, hätten nicht nur die ganze Unterkonstruktion ins Wanken gebracht, die gefräßigen Tiere hätten auch Seile und Zurrgurte angeknabbert. „Bruce ist schwer verletzt“, heißt es weiter: Schwanz, Rücken- und Seitenflossen seien abgebrochen. Die Veranstalter kündigen an, am 6. Januar würden Bergungstaucher und ein Autokran anrücken. „Bruce“ komme dann in eine Spezial-Tierklinik und werde dort wieder zusammengeflickt.