Sie sind unglaublich niedlich, sollten aber nicht angefasst werden: Feldhasen-Jungtiere. imago/imagebroker

Das Wetter wird schöner, die Tage wieder länger – und auch viele Berliner zieht des deshalb wieder nach draußen, in Wald und Heide. Immer häufiger kommt es dabei auch zur Begegnung mit Tieren, etwa mit kleinen Feldhasen. Unfassbar niedlich sehen sie aus, wenn man sie in freier Natur antrifft – und wenn der Mensch sich nähert, reagieren sie nicht immer mit Flucht. Doch Experten warnen: DARUM sollten Sie die süßen Häschen auf keinen Fall anfassen!

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Wichtige Tipps: Deshalb sollten sie kleine Feldhasen nicht mitnehmen

„Wir bekamen bereits die ersten besorgten Anrufe wegen vermeintlich verwaisten Feldhasen. Zum Glück wurden diese nicht einfach eingesammelt“, heißt es etwa auf der Facebook-Seite des Wildtier- und Artenschutzzentrum Klein Offenseth-Sparrieshoop im Kreis Pinneberg.

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Der Grund: „Hasenbabys werden von ihrer Mutter alleine zurückgelassen. Die Mutter selber kommt nur kurz wenige Male innerhalb eines Tages, bevorzugt in der Nacht, um die Kleinen zu säugen“, erklären die Experten. „Natürlich auch nur dann, wenn sie sich unbeobachtet fühlt.! Die Natur habe das so eingerichtet – so solle möglichst wenig Aufmerksamkeit auf den Nachwuchs gelenkt werden, um ihn vor Fressfeinden in der freien Natur zu schützen.

Ausgewachsene Feldhasen flüchten eher, wenn sich ein Mensch nähert. imago/imagebroker

Hinzu kommt: Die kleinen Feldhäschen flüchten nicht, wenn sich der Mensch nähert. „Stattdessen ducken sie sich und hoffen nicht entdeckt zu werden“, heißt es. „Wenn ihr also ein unverletztes Hasenjunges findet, dann lasst es bitte liegen und fasst es nicht an! Ein gesundes Jungtier hat die besten Chancen bei seiner Mutter – und egal wie viel Mühe wir Tierpfleger uns geben, wir werden niemals die natürliche Mutter ersetzten können.“ Wer den Verdacht hat, dass sich das Hasen-Kind verletzt haben könnte, sollte zunächst Rücksprache mit einer Wildtier-Station in der Umgebung halten.

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Ein  Gerücht hält sich hartnäckig: Zwar sollten die Häschen nicht angefasst werden – falls es aber, etwa bei der Gartenarbeit, versehentlich passiert, sei das kein Beinbruch. „Die Mutter stört sich nicht am Fremdgeruch und verstößt deshalb keineswegs ihren Nachwuchs“, heißt es bei der Wildtierhilfe Wien. Viele nehmen, nachdem sie ein Häschen berührt haben, das Tier mit, weil sie fürchten, dass die Mutter es verstoßen könnte.

Fremdgeruch ist für Feldhasen-Mütter kein großes Problem

Doch das passiert nicht. Denn: Die Hasenbabys hätte, um Fressfeinde nicht anzulocken, fast keinen Eigengeruch. „Sitzt ein Feldhase in einer frisch gemähten Wiese, riecht er nach Heu, sitzt er auf einem Acker, riecht er nach Erde“, heißt es. Wäre ein Fremdgeruch also für die Mutter ein Grund, ihr Jungtier zu verstoßen, „gäbe es kaum ein Feldhasenkind, das in freier Wildbahn überleben würde“.