Nach heftigen Protesten

Umstrittene Sex-Ausstellung soll wieder gezeigt werden

Die kontroverse Ausstellung „Jesus liebt“ des schwulen Künstlers Rosa von Praunheim soll in Nürnberg wieder gezeigt werden – nur nicht mehr in einer Kirche.

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An der Eingangstür zur Nürnberger Kirche St. Egidien hängen eine Pressemitteilung so wie ein handgeschriebener Zettel zur vorübergehenden Schließung der Ausstellung „Jesus liebt“.
An der Eingangstür zur Nürnberger Kirche St. Egidien hängen eine Pressemitteilung so wie ein handgeschriebener Zettel zur vorübergehenden Schließung der Ausstellung „Jesus liebt“.Daniel Karmann/dpa

Die kontroverse Ausstellung „Jesus liebt“ des schwulen Künstlers Rosa von Praunheim soll in Nürnberg wieder gezeigt werden – nur nicht mehr in einer Kirche.

Nach Protesten sollen die kontroversen Bilder ab Mittwoch in der Kreisgalerie Nürnberg zu sehen sein, teilte der Förderverein Christopher-Street-Day Nürnberg am Montag mit.

Die Ausstellung zum Thema Liebe, Sex und Homosexualität im Christentum war wegen negativer Reaktionen kurz nach ihrer Eröffnung in der Nürnberger Egidienkirche gestoppt worden. Doch danach seien aus der Nürnberger Kunstszene viele Angebote eingegangen, die Ausstellung aufzunehmen und weiter zu zeigen, hieß es.

Ausstellung soll weiter gezeigt werden – aber nicht mehr in einer Kirche

Die Kirchengemeinde hatte davor von massiven Reaktionen berichtet, die von ernst zu nehmender Kritik bis zu Hetze und Hass reichten. „Zahlreiche Menschen fühlten sich in ihrem religiösen Empfinden verletzt“, erklärte die Gemeinde. Kurz darauf beschloss der Kirchenvorstand, die Ausstellung für die Öffentlichkeit nicht wieder zu öffnen.

Der schwule Künstler von Praunheim teilte mit, die Ausstellung solle fortan in Galerien und nicht wieder in einer Kirche gezeigt werden. Ab Anfang Oktober soll die Schau nach München und im Dezember nach Hamburg wandern und dort gezeigt werden, erklärte er.