Fünf Menschen starben, als ein Soldat auf seine Kameraden schoss. (Symbolbild) AP/Alexei Alexandrov

Ein Soldat der ukrainischen Nationalgarde hat in der Nacht zum Donnerstag einer Fabrik für Luft- und Raumfahrttechnik das Feuer auf seine Kameraden eröffnet und dabei mindestens fünf Menschen getötet. Wie das Innenministerium in Kiew am Donnerstag mitteilte, wurden bei dem Vorfall in der zentralukrainischen Stadt Dnipro fünf weitere Menschen verletzt. Der mit einer Kalaschnikow bewaffnete Soldat konnte demnach fliehen, wurde aber später von einem Sondereinsatzkommando gefasst.

Unter den Todesopfern seien vier Männer und eine Frau, schrieb der ukrainische Innenminister Denys Monastyrskyj am Donnerstagvormittag auf Facebook. Weitere fünf Menschen seien bei dem tragischen Vorfall in der Nacht verletzt worden. „Ärzte kämpfen um ihr Leben.“

Der Kommandeur der Nationalgarde, Nikolaj Balan, war demnach auf dem Weg nach Dnipro.

„Das Motiv für die Tat ist noch unbekannt“, erklärte das Ministerium weiter. Der im Jahr 2001 geborene Schütze habe seine Schusswaffe kurz vor Beginn seiner Schicht erhalten. In der Juschmasch-Fabrik in Dnipro werden unter anderem Trägerraketen, aber auch Fahrzeuge hergestellt.