König Charles III. von Großbritannien ist am Samstag (17. Dezember 2022) seit 100 Tagen im Amt.
König Charles III. von Großbritannien ist am Samstag (17. Dezember 2022) seit 100 Tagen im Amt. dpa/Victoria Jones

Er hat als Monarch bereits zwei Premierminister erlebt, wurde mit Eiern beworfen und muss fast täglich Berichte über den Bruch in seiner Familie erdulden. Dass König Charles III. einen ruhigen Start ins Amt hatte, wäre wohl eine typisch britische Untertreibung. Am Samstag (17.12.2022) ist es 100 Tage her, dass der „ewige Thronfolger“ mit dem Tod seiner Mutter Queen Elizabeth II. an die Spitze des Vereinigten Königreichs rückte.

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Die Queen starb am 8. September im Alter von 96 Jahren, damit wurde ihr ältester Sohn Charles umgehend ihr Nachfolger.
Die Queen starb am 8. September im Alter von 96 Jahren, damit wurde ihr ältester Sohn Charles umgehend ihr Nachfolger. AP/Frank Augstein

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Es habe sich schon die Frage gestellt, wie es nach 70 Jahren unter der Queen mit einem neuen Monarchen sein würde, sagt der Monarchie-Beobachter Craig Prescott. Nur wenige Menschen in Großbritannien hatten einen anderen Monarchen erlebt als die Queen. Charles war als Thronfolger zwar seit Jahrzehnten prominent in der Öffentlichkeit. Doch lange wurde er eher belächelt denn ernst genommen.

König Charles III. überrascht viele

Das lag auch daran, dass er seine im Volk beliebte Ex-Frau Diana betrog – doch mittlerweile ist er mit seiner damaligen Geliebten Camilla seit gut 17 Jahren verheiratet, und die neue Königsgemahlin wird immer mehr respektiert. Sein Einsatz für Umwelt und Natur galt noch vor wenigen Jahren als grüner Spleen – das hat sich spätestens mit dem Bewusstsein über die Klimakrise geändert. „Seine Thronbesteigung verwandelte den unglückseligen Erben in einen würdevollen Souverän und das Staatsoberhaupt Großbritanniens“, lobt die New York Times.

König Charles III. und Königsgemahlin Camilla feiern Weihnachten und verschicken diese Karte.
König Charles III. und Königsgemahlin Camilla feiern Weihnachten und verschicken diese Karte. dpa/Jonathan Brady

Jahrzehntelang konnte sich Charles vorbereiten. Dass er im Schatten der Krone teils eine gewisse Narrenfreiheit genoss, könnte ihm durchaus zugutegekommen sein, meinen Beobachter in London.

Er habe nach dem Tod seiner Mutter die Aufgabe, König zu sein, über seine persönliche Trauer gestellt, sagt Experte Prescott. „Viele Menschen waren überrascht, wie reibungslos der Übergang war. Es war buchstäblich wie ‚Die Queen ist tot, lang lebe der König!‘.“ Der Experte urteilt: „Seine ersten 100 Tage hätten nicht besser laufen können.“

Die Edwardskrone, die von König Charles III. bei seiner Krönung am 6. Mai 2023 getragen werden wird.
Die Edwardskrone, die von König Charles III. bei seiner Krönung am 6. Mai 2023 getragen werden wird. dpa/Royal Collection Trust