Das Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 6“ der Reederei TUI Cruises. Foto: Imago-Images/Eibner Europa

Die Kreuzfahrt-Branche erholt sich nur langsam von der Corona-Krise. Nachdem mehrere Schiffe zu Beginn der Pandemie selbst zu Corona-Hotspots wurden, wurden weltweit alle Fahrten gecancelt. Im Sommer begannen die Reedereien dann langsam wieder mit sogenannten „Blauen Reisen“, bei denen die Passagiere die Schiffe nicht verlassen durften. Erst seit kurzem sind unter strengen Regeln auch wieder Landgänge erlaubt. Doch bei einer Tui Curises Kreuzfahrt hielten sich zwei Fahrgäste nicht an die Richtlinien – und durften nicht mehr an Bord.

Eine Sprecherin von Tui Cruises bestätigte den Fall dem KURIER. Der Vorfall ereignete sich demnach auf einer Fahrt mit der „Mein Schiff 6“, vom 13. bis 20. September von und nach Heraklion (Kreta). Auf einem Landausflug in der griechischen Hafenstadt Piräus hatten sich zwei Passagiere während des organisierten Ausflugs von der Gruppe entfernt. Ein Regelverstoß! Denn wer sich von der Gruppe entfernt, läuft Gefahr, sich mit dem Virus anzustecken und es aufs Schiff mitzubringen.

Die Tui Cruises-Sprecherin verwies darauf, dass alle Gäste der gebuchten Ausflüge im Vorfeld schriftlich darauf hingewiesen worden sein, „dass unser Gesundheits- und Hygienekonzept derzeit keine individuellen Landgänge erlaubt“. Daher konnte die Crew die Passagiere nicht mehr an Bord lassen. Durch diese Reaktion habe es „zu keinem Zeitpunkt ein gesundheitliches Risiko“ für die übrigen Passagiere gegeben, teilt das Unternehmen weiter mit. 

Den beiden Passagieren, die sich in Piräus nicht an die Corona-Regeln gehalten hatten, sei man bei der Organisation der Rückreise nach Deutschland behilflich gewesen. Wer die Kosten für die ungeplante Heimreise der beiden Passagiere trägt, blieb unklar.