Trump-Anwalt Rudy Giuliani wurde von Sacha Baron Cohen vorgeführt. Foto: AP/Andrew Harnik

Ein weiterer Skandal erschüttert wenige Tage vor der US-Präsidentschaftswahl das Team Trump. Rudy Giuliani, Anwalt des US-Präsidenten, ist offenbar in eine Falle von Schauspieler Sacha Baron Cohen getappt – und wird unfreiwillig in dessen neuem Film „Borat 2“ zu sehen sein – wie er sich vor einer jungen Frau in einem Hotelzimmer in die Hose greift.

Sacha Baron Cohen ist bekannt dafür, in andere Rollen zu schlüpfen und dabei seinen Gegenüber aufs Korn zu nehmen. In seiner Sendung „Who Is America?“ brachte er beispielsweise den ehemaligen Vize-Präsidenten Dick Cheney dazu, einen Kanister zu signieren, den er angeblich für Waterboarding an seiner Frau benutzte. Für seinen neuen Film „Borat 2“, der am Freitag auf Amazon-Prime veröffentlicht wird, hat er sich nach Berichten des „Guardian“ und andere Medien nun also Rudy Giuliani ausgesucht.

Für ein fiktives Interview eines ausgedachten, konservativen TV-Senders, lockte Cohen den 76-jährige Juristen in ein New Yorker Hotel-Zimmer, das offenbar mit versteckten Kameras ausgestattet war. Nach dem Gespräch flirtete demnach die angebliche Journalistin, die eigentlich Schauspielerin ist und im Film Borats Tochter mimt, mit Giuliani. Und der ehemalige Bürgermeister von New York geht ganz offensichtlich darauf ein: Denn im weiteren Verlauf soll er sich aufs Bett gelegt, seine Hose geöffnet und sich im Schritt berührt haben. Ein Standbild davon wurde bereits auf Twitter veröffentlicht.

Mehr aktuelle Nachrichten aus dem Ressort Panorama finden Sie hier >>

Laut den Medienberichten, soll genau in dem Moment Cohen in seiner Rolle als Borat ins Zimmer gestürmt sein und gerufen haben: „Sie ist 15. Sie ist zu alt für dich.“ Wie genau es zu der Szene kam und wie sie endet, ist noch unklar.

Am Freitag kommt Sacha Baron Cohens neuer Borat-Film auf Amazon raus. Foto: AP/Matt Sayles

Sicher ist jedoch, dass es Rudy Giuliani selbst und nicht ein Double ist, das in dieser Szene zu sehen sein wird. Denn der Trump-Anwalt selbst bestätigte diesen Vorfall im Juli der „New York Post“. Ein ungewöhnlich angezogener Mann in einem „rosa Transgenderoutfit“ habe sein Hotelzimmer gestürmt, berichtete er damals. Er habe die Polizei verständigt, doch die habe zunächst nicht weiter ermittelt. Den Schauspieler Cohen hatte Giuliani offenbar nicht erkannt.

Ob diese Bilder Donald Trump so kurz vor der Wahl aber tatsächlich schaden können, ist unklar. Der US-Präsident hat in den vergangenen Jahren unzählige Skandale von sexueller Belästigung über derbste Beleidigung bis hin zu dreisten Lügen angehäuft und dennoch bei seinen Stammwählern kaum verloren. Das werden wohl auch Bilder nicht ändern, auf denen sein Anwalt genau das tut, was man von Trump selbst auch erwarten würde.