Der an Blutkrebs erkrankte Tim Lobinger bei einem Auftritt 2019.
Der an Blutkrebs erkrankte Tim Lobinger bei einem Auftritt 2019. imago images / APress

Der schwer an Krebs erkrankte ehemalige Stabhochsprung-Weltmeister Tim Lobinger, 49, hat seine einzige Tochter Fee Lobinger (27) in Limburg an der Lahn zum Traualtar geführt. „An diesem Tag war ich nur der Vater der Braut, nicht der krebskranke Tim. Das tat mir unheimlich gut“, sagte Tim Lobinger dem Promi-Magazin Bunte.

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Der Sportler und Athletik-Trainer war im März 2017 an einem sogenannten Multiplen Myelom, einer besonders aggressiven Form der Leukämie, erkrankt. Im Frühjahr 2022 – nach Chemotherapien, Stammzellspenden, zwischenzeitlichen Rückfällen und einem kurzzeitigem Leberversagen im Sommer 2018 – galt der Hallen-Weltmeister von 2003 wieder als gesund. Doch nun kam der Rückfall.

Tim Lobinger mit seiner Tochter Fee im Europapark Rust
Tim Lobinger mit seiner Tochter Fee im Europapark Rust Imago Images/Mavericks

Ihm seien mehrere sichtbare Tumore entfernt worden. Vom Krankenbett aus plante er mit seiner Tochter die Trauung: „Ich stand zwischen Chemo-Ständern und schwer kranken Menschen und habe mit Fee über ihr Hochzeitskleid gesprochen.“

Tim Lobinger: Sechs Chemotherapien und drei Mal Corona

Sechsmal bekam er eine Chemotherapie und infizierte sich dreimal mit Corona: „Ich lag auf der Intensivstation, es sah nicht gut aus.“ Plötzlich besserten sich seine Blutwerte, die Ärzte gaben ihm 20 Stunden, um zur kirchlichen Hochzeit seiner Tochter zu reisen. „Als ob der liebe Gott wollte, dass ich meine Tochter zum Traualtar führe“, sagte Lobinger zu Bunte.

Sich solche „Life Goals“ zu setzten, gebe ihm Kraft: „Diese positiven Emotionen sind mein Treibstoff. Manchmal stottert mein Motor oder er geht fast aus, aber mit solchen Erinnerungen fülle ich meinem Tank wieder auf.“

Aufgeben will er den schweren Kampf nicht: „Wenn ich mich jetzt noch einmal zwei, drei Jahre schleppe, gibt es da mit Sicherheit wieder eine andere Therapiemöglichkeit, die mir helfen kann - und wenn meine Chance nur ein Prozent ist, ergreife ich sie.“