Wer starker Marihuana-Konsument ist, bei dem erhöht sich das Risiko an Covid-19 zu erkranken. Imago Images

Schlechte Nachricht für Kiffer. Wer starker Marihuana-Konsument ist, bei dem erhöht sich das Risiko an Covid-19 zu erkranken – selbst, wenn er vollständig gegen Corona geimpft ist. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie, die jetzt im Fachjournal „World Psychology“ veröffentlicht wurde.

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Eine Studie der Case Western Reserve University in Cleveland

Die Forscher der Case Western Reserve University in Cleveland (Bundesstaat Ohio) hatten die Daten von 579.000 erwachsenen Amerikanern ausgewertet. Sie alle verband, dass sie vor ihren Covid-19-Impfungen (mit Pfizer oder Moderna) nicht an dem Virus erkrankt waren. Insgesamt 30.183 von ihnen wurden als „Suchtpatienten“ klassifiziert. Sprich, sie waren entweder von Alkohol, Cannabis, Tabak, Kokain oder Opioiden abhängig.

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Das Team um Dr. Lindsey Wang stellte anhand der Krankendaten dann fest, bei wie vielen es zu einem Krankheitsdurchbruch gekommen war – sprich, wer trotz doppelter Impfung an Covid-19 erkrankt war. Bei den Nicht-Suchtkranken lag die Durchbruchsquote bei 3,6 Prozent, bei den Suchtkranken bei 7 Prozent. Am meisten waren die Cannabis-Abhängigen mit 7,8 Prozent betroffen, gefolgt von den Kokain-Abhängigen (7,7) und den Alkoholikern (7,1).

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Fazit: Weitere Studien sind erforderlich

Eine direkte medizinische Verbindung zwischen Marihuana-Genuss und höherer Empfänglichkeit für Covid-19-Erkrankungen konnte anhand der Krankenakten allerdings nicht festgestellt werden.  Die Theorie der Wissenschaftler in ihrem Studienfazit: „Die Cannabissucht-Patienten waren im Schnitt jünger als die anderen. Wir gehen davon aus, dass ihre Verhaltensweisen ein höheres Durchbruchsrisiko mit sich gebracht haben. Weitere Studien sind deshalb erforderlich.“