München: Nach zwei Jahren Corona-Pause soll es in diesem Jahr beim Oktoberfest in München wieder so aussehen (Archivbild).
München: Nach zwei Jahren Corona-Pause soll es in diesem Jahr beim Oktoberfest in München wieder so aussehen (Archivbild). dpa/Frank Leonhardt

Biertrinker und solche, die es werden wollen können aufatmen. Das Oktoberfest, in den vergangenen zwei Jahren wegen Corona ausgefallen, findet in diesem Jahr statt. Auch dann, wenn die nächste Welle kommen sollte. Trotz der für den Herbst erwarteten Zuspitzung der Corona-Lage soll das Münchner Oktoberfest wie geplant stattfinden. „Die Wiesn findet statt“, sagte Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner (CSU) am Donnerstag in München vor Journalisten. Mit dieser klaren Feststellung sollten alle Missverständnisse ausgeräumt sein, sagte Baumgärtner zu Spekulationen, womöglich könne es doch noch zu einer Absage kommen.

Das Oktoberfest ist das größte Volksfest der Welt, wegen der Corona-Pandemie fiel es in den vergangenen beiden Jahren aus. Baumgärtner sagte, es gebe ein „schwieriges Umfeld“ des Volksfests mit Corona, hoher Inflation, dem Krieg in der Ukraine und der Energiekrise. „Trotzdem haben wir als Stadt uns entschieden, die Wiesn stattfinden zu lassen.“

Oktoberfest: 13 Euro je Maß Bier

Baumgärtner sagte, trotz der deutlich steigenden Inflation würden die Bierpreise nicht nachträglich angehoben. Die im Juni veröffentlichten Preise liegen mit um die 13 Euro je Maß Bier allerdings um fast 16 Prozent höher als beim jüngsten Fest 2019.

Der CSU-Stadtrat wies auch Vorwürfe der Energieverschwendung durch das Volksfest zurück. Der Stromverbrauch des vom 17. September bis zum 3. Oktober dauernden Fests betrage 0,6 Promille des Jahresverbrauchs Münchens, der Gasverbrauch 0,1 Promille.

Vor der Corona-Pandemie kamen jährlich gut sechs Millionen Menschen zum Oktoberfest. Jeder Besucher gibt im Schnitt über 70 Euro aus. Mit Taxifahrten oder Übernachtungen ist das Oktoberfest damit ein Milliardengeschäft.