Esa-Astronaut Luca Parmitano an der Internationalen Raumstation. dpa/NASA

Fast 22.600 Menschen wollen Astronaut bei der europäischen Raumfahrtagentur Esa werden. Darunter sind 3700 Anwärter aus Deutschland. Insgesamt gebe es wesentlich mehr Interesse als bei der vorherigen Bewerbungsrunde im Jahr 2008, als rund 8400 Menschen ins All fliegen wollten. Esa-Generaldirektor Josef Aschbacher sprach am Mittwoch in Paris von einem harten Wettbewerb. „Es ist ein Traumjob, Astronaut zu sein.“

Die verlängerte Bewerbungsfrist war am Freitag ausgelaufen. Das Auswahlverfahren hat sechs Stufen – erst Ende kommenden Jahres soll die neue Raumfahrt-Crew feststehen. Gesucht werden vier bis sechs Raumfahrer in Festanstellung sowie eine „Reserve“ von bis zu 20 Menschen.

Bedingung: Masterabschluss und nicht älter als 50

Der Anteil der Bewerberinnen stieg auf rund 24 Prozent, vor gut einem Jahrzehnt waren es nur gut 15 Prozent gewesen. Über 7100 Bewerbungen kamen aus Frankreich – das Land liegt damit an der Spitze. In Österreich wollen gut 460 Menschen die Erde einmal aus dem All sehen, in der Schweiz sind es 670.

Bewerber müssen mindestens einen Masterabschluss in Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Mathematik oder Informatik haben. Es gibt Vorgaben bei der Körpergröße, die Altersgrenze liegt bei 50 Jahren. Mehr als 200 Menschen bewarben sich auf die neue Stelle für eine Astronautin oder einen Astronaut mit einer körperlichen Behinderung.