Die Mutter mit ihrem kleinen Sohn Mason
Die Mutter mit ihrem kleinen Sohn Mason Facebook

Ihre Mutter hatte ihr heimlich einen Zettel zugesteckt. Den übergab eine Siebenjährige in Las Vegas ihrer Grundschullehrerin. Die verständigte sofort die Polizei. Der Inhalt des Schreibens: Die Mutter flehte um Hilfe, weil ihr Lebensgefährte sie in seiner Gewalt hatte und ihr vierjähriger Sohn wahrscheinlich tot sei.

Eine Spezialeinheit der Polizei umstellte heimlich das Haus. Am Dienstagmorgen um 10 Uhr fuhr ein Wagen mit einem Mann am Steuer und einer Frau auf dem Beifahrersitz aus der Garage. Die Beamten stoppten das Auto und nahmen den Fahrer, Brandon Toseland, fest. Polizeisprecher Ray Spencer: „Die Frau bestätigte, dass sie die Mutter des Mädchens sei und dass sie gegen ihren Willen im Haus festgehalten wurde. Sie sagte, dass sie ihren kleinen Sohn Mason seit dem 11. Dezember nicht mehr gesehen hatte und überzeugt war, dass er tot sei.“ Die 27-Jährige behielt mit ihrer schrecklichen Vermutung recht. Die Leiche des Vierjährigen wurde in einer Tiefkühltruhe in der Garage entdeckt.

Masons Mutter und Brandon Toseland waren erst wenige Monate ein Paar.
Masons Mutter und Brandon Toseland waren erst wenige Monate ein Paar. Facebook

Der kleine Mason starb schon im Dezember

Laut der Staatsanwaltschaft war der Vater der beiden Kinder vor einem Jahr mit nur 29 Jahren an einer Lungenentzündung gestorben. Die Mutter war vor elf Monaten mit Toseland zusammengekommen, der dann in ihr Haus mit eingezogen war. Der 35-Jährige sei danach immer wieder gewalttätig geworden. Ihren Sohn hatte sie am 11. Dezember zum letzten Mal gesehen – er lag krank im Bett. Spencer: „Toseland soll vor der Mutter zugegeben haben, dass ihr Sohn nicht mehr lebte, der Tod aber ein Unfall gewesen sei. Danach hat er der Mutter das Handy weggenommen und sie mit Handschellen im Haus und im Auto festgebunden, damit diese nicht weglaufen konnte.“

Obwohl eine Autopsie noch feststellen muss, woran der kleine Junge gestorben ist, wurde Toseland als mutmaßlicher Mörder und Kidnapper dem Haftrichter vorgeführt.

Familienmitglieder haben eine Spendenwebseite ins Leben gerufen, damit bei den Beerdigungskosten für Mason geholfen werden soll.