René Hofer wollte in einer Gruppe die Lackenspitze besteigen. imago/Steve Bauerschmidt

Die Motorrad-Welt trauert um einen ihrer Shooting-Stars: Der österreichische Motocrosser René Hofer hat ein schweres Lawinenunglück nicht überlebt. Dies bestätigte das KTM-Team, für das Hofer startete, am Sonntag. Hofer wurde nur 19 Jahre alt.

Bei dem Unfall in Tweng im Salzburger Land starben auch zwei 19 und 24 Jahre alte Begleiter, berichteten mehrere österreichische Medien. Fünf weitere Personen wurden verschüttet, sie überlebten das Unglück.

KTM sprach Hofers Familie im Namen der gesamten Motocross-Welt „tiefes Mitgefühl“ in dieser „unglaublich schwierigen Zeit“ aus. „Rene (...) wird uns allen in Erinnerung bleiben. Nicht nur wegen seines Talents auf der Strecke, sondern wegen seines aufgeschlossenen, lustigen und freundlichen Gemüts.“ Hofer habe „immer ein Lächeln im Gesicht“ gehabt.

Auch beim Motocross-Grand-Prix (MXGP) herrschte Entsetzen nach Hofers Tod. Erst im November hatte der 19-Jährige beim WM-Lauf im italienischen Pietramurata seinen ersten Sieg in der MX2-Serie gefeiert.

Motocrosser lösten Schneebrett selbst aus

Die drei getöteten Motocrosser gehörten zu einer insgesamt elfköpfigen Gruppe, die die Lackenspitze (2459 Meter) besteigen wollte. Kurz unterhalb des Gipfels dürften sie beim Aufstieg auf etwa 2400 Metern Höhe eine Lawine ausgelöst haben, hieß es.

Dabei ging ein Schneebrett mit 200 Metern Breite und 500 Metern Länge ab und riss insgesamt acht Menschen mit. Die drei Verschütteten hätten teilweise viereinhalb Meter unter dem Schnee gelegen. Die anderen fünf wurden nicht verschüttet, aber teils verletzt. Zwei der drei Verschütteten seien tot geborgen worden, ein weiterer konnte zwar reanimiert und ins Krankenhaus gebracht werden, verstarb dort aber, wie die Polizei weiter mitteilte.