Rauch steigt von der Unfallstelle in Schottland auf. Foto: dpa/BBC Scotland

Die Unfallstelle ist schlecht einsehbar, die Rauchwolke lässt aber Schlimmes vermuten: Bei einem Zugunglück im von schweren Überschwemmungen betroffenen Nordosten Schottlands sind offenbar mehrere Menschen schwer verletzt worden, zudem soll es laut Medienberichten mindestens drei Todesopfer geben.

Es handele sich um ein „extrem schwerwiegendes Unglück“, schrieb die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon am Mittwoch bei Twitter. Das für das schottische Schienennetz zuständige Unternehmen Network Rail Scotland erklärte, „die genaue Art und Schwere des Vorfalls“ seien noch nicht abzuschätzen. 

Lesen Sie mehr aktuellen Meldungen aus dem Ressort Panorama >>

Das Unglück ereignete sich in der Nähe des Ortes Stonehaven in Aberdeenshire. „Die Rettungskräfte sind derzeit vor Ort. Zudem wurde ein Großschadensereignis ausgerufen“, erklärte der Betreiber der Bahn ScotRail. Weitere Details würden publik gemacht, sobald sie bekannt seien. Laut der schottischen Zeitung „The Herald“ waren die Lokomotive sowie drei Waggons des Unglückszuges entgleist und eine Böschung hinuntergerutscht. Laut der Nachrichtenagentur PA sei ein Erdrutsch das Unglück ausgelöst haben. Der Zug sei nur mit einem Dutzend Personen besetzt gewesen.

Es ist gut möglich, dass der Erdrutsch eine Folge der starken Gewitter und sintflutartigen Regenfälle aus der Nacht zu Mittwoch gewesen ist. Die Unwetter hatten Überschwemmungen im Nordosten Schottlands ausgelöst. Wegen des Starkregens sowie Blitzeinschlägen hatte es laut der schottischen Eisenbahn bereits Störungen im Schienenverkehr gegeben.

Laut Polizeiangaben waren rund 30 Rettungsfahrzeuge an der Unglücksstelle. Auf im Fernsehen veröffentlichten Videoaufnahmen von der Unglücksstelle war aufsteigender Rauch zu sehen. Der schottische Parlamentsabgeordnete Andrew Bowie sprach von einem „riesigen Rettungseinsatz“. Er habe bereits mit dem britischen Verkehrsminister Grant Shapps über den Vorfall gesprochen. „Meine Gedanken sind bei allen Betroffenen“, twitterte Bowie.