Leslie Mandoki mit der Gruppe Dschinghis Khan, Bill Kaulitz mit Tokio Hotel und Nina Hagen haben echte Ohrwürmer produziert. Imago

Wir alle kennen das Gefühl: Wir müssen Lieder nicht mal sonderlich mögen, wenn sie nur eingängig genug sind und man oft genug mit ihnen konfrontiert wird, nisten sie sich irgendwann in unserem Gehirn ein. Wir summen sie dann beim Kochen, Putzen, Spazierengehen und strapazieren dabei selbst unsere Nerven bis aufs Äußerste. Ohrwürmer werden solche Lieder genannt. Der Berliner Operetten-Komponist Paul Lincke definierte sie als „erfolgreichen Schlager, denn er bohrt sich in das Gehör und ist daraus schwer zu vertreiben“.

Heute, in einer Zeit, in der viele Musiker unterwegs sind und jeden Tag Hits entstehen, ist die Zahl der Ohrwürmer natürlich riesig! Es gibt sie auf Deutsch, auf Englisch, in anderen Sprachen. Als Schlager, Rap-Song oder Rock-Ballade - und sie können aus allen Musik-Epochen stammen. Nur eines haben Sie gemeinsam: Sie setzen sich in unseren Köpfen fest, ob wir es wollen oder nicht. Eine kleine Auswahl.

Ohrwurm-Gefahr #1: „Iko Iko“ von Justin Wellington und Small Jam

Dieser Song mit Ohrwurm-Potenzial ist (fast) ganz neu. Der australische Reggae-Sänger Justin Wellington coverte bereits vor vier Jahren den Kulthit „Iko Iko“ aus den 1950er Jahren. Doch erst in diesem Sommer wurde er durch die Social-Media-Plattform Tiktok richtig groß. 

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Ohrwurm-Gefahr #2: „Wahnsinn“ von Wolfgang Petry

Ob man will oder nicht: Kaum ein Mensch in Deutschland kennt den Mitgröhl-Schlager Wahnsinn von Wolfgang Petry nicht. Falls es bei Ihnen noch nicht klingelt: Das ist der mit „Hölle, Hölle, Hölle“.

Ohrwurm-Gefahr #3: „Durch den Monsun“ von Tokio Hotel

Sie können zwar so tun, als würden Sie den Debüt-Song der Magdeburger Band Tokio Hotel nicht kennen, aber das würde wohl bedeuten, dass sie im Jahr 2005 (und den darauffolgenden) weder ein Radio, noch einen Fernseher besessen hatten. Denn der Song verkaufte sich nicht nur gut: Er wurde auch auf allen Frequenzen rauf- und runtergespielt. Sie hatten ihn erfolgreich verdrängt? Bitte: Hier ist er!

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Ohrwurm-Gefahr #4: „Die da?!“ von den Fantastischen Vier

Die Fantastischen Vier haben in ihrer langen Karriere schon einige Ohrwürmer produziert. Der schlimmste ist aber wohl „Die da?!“, weil die rhythmische Wiederholung des immer gleichen Wortpaares zum Mitrappen einlädt. Zumindest dann, wenn niemand anderes zuhört.

Ohrwurm-Gefahr #5: „Barbie Girl“ von Aqua

Das Genre Eurodance war sowieso ein ganz gefährliches Pflaster für alle, die anfällig dafür sind, Songs nicht aus dem Ohr zu bekommen. So etwa auch der Song Barbie Girl von Aqua. Dass der Song eine Parodie auf die Spielzeugpuppen Barbie und Ken ist, ist längst nebensächlich. Denn wer den Song hört, will einfach nur seine Stimme verzerren und mitfiepsen. 

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Ohrwurm-Gefahr #6: „Moskau“ von Dschinghis Khan

Auch diesen Klassiker können wir Ihnen nicht ersparen. Die Band Dschinghis Khan performte den von Ralph Siegel komponierten Text im Jahr 1979. In Deutschland landete das Lied auf Platz der der Hitparade, in Australien blieb der deutschsprachige Song sogar fünf Wochen auf Platz 1. Dort wurde er sogar als Erkennungsmusik für die Übertragungen der Olympischen Spiele aus Moskau verwendet. Auch in Russland ist der Song sehr populär. Und hier ist er. 

Ohrwurm-Gefahr #7: „Das geht ab“ von Die Atzen

Dieses Lied kommt aus Tempelhof und brennt sich in jede Gehirnzelle ein. 2008 schlossen sich die Berliner Rapper Frauenarzt und Manny Marc zum Hip Hop-Partyschlager-Duo Die Atzen zusammen und feierten mit dem Song „Das geht ab“ ihren Durchbruch. Und auch, wenn danach musikalisch nicht mehr allzuviel kam, sind sie mit diesem Song weiter omnipräsent.

Ohrwurm-Gefahr #8: „Du hast den Farbfilm vergessen“ von Nina Hagen

Es war Nina Hagens größter Hit in der DDR und auch heute fällt es wirklich schwer, Nina Hagens jugendlich-schmollende Stimme aus dem Kopf zu bekommen, wie sie ihrem Michael die Leviten liest. 

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Ohrwurm-Gefahr #9: „The Lion Sleeps Tonight“ von Solomon Linda

Alleine schon die Laute zu Beginn dieses Liedes sind längst Kult! Es gibt unzählige Coverversionen des Liedes, das 1939 vom Südafrikaner Solomon Linda komponiert wurde. Zunächst wurde der Hit unter dem Titel Mbube veröffentlicht. Seither haben zahlreiche Musiker an dem Song versucht. Am bekanntesten ist sicher die Variante von der Band The Tokens. Die trägt übrigens schon einen Übersetzungsfehler in sich. Der Beinahme des Songs „Wimoweh“, das im Refrain immer gesungen wird, heißt eigentlich Uyimbube, was auf Zulu, der Original-Sprache des Songs „er ist ein Löwe“ bedeutet.

Ohrwurm-Gefahr #10: „Jingle Bells“ von James Lord Pierpont

Es geht ohnehin auf die Weihnachtszeit zu, also würden Sie diesen Song ohnehin bald hören. Jingle Bells wurde in den 1850er Jahren vom amerikanischen Komponisten James Lord Pierpont geschrieben und gehört in Ländern, in denen Weihnachten gefeiert wird, seither zur absoluten Grundausstattung in der Vorweihnachtszeit.

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Diese Liste an Ohrwürmern ist natürlich weder vollständig, noch allgemeingültig. Doch, wenn Sie in alle Songs reingehört haben, gehen Ihnen nun mindestens drei nicht mehr aus dem Kopf. Wetten?