DJ Ferguson mit seiner Ehefrau Heather und den beiden gemeinsamen Kindern. Facebook

Eine Herztransplantation ist die einzige Chance für einen schwer kranken Familienvater aus Boston, seine zwei kleinen Kinder aufwachsen zu sehen. Doch nun wurde DJ Ferguson vom Krankenhaus wieder von der Transplantationsliste gestrichen. Denn der 31-Jährige riskiert es lieber zu sterben, als sich gegen Corona impfen zu lassen – aus Prinzip.

Ferguson leidet unter einem angeborenen Herzfehler, durch den sich das Herz und seine Lungen mit Blut und Flüssigkeit füllen. Anfang Dezember wurde er in kritischem Zustand in das Boston Brigham and Women’s Hospital eingeliefert. Dort stellten die Ärzte durch Tests und Scans fest, dass er jederzeit einen Herzstillstand erleiden und sterben kann. Die einzige Chance zu überleben ist ein neues Herz. Als die Ärzte erfuhren, dass er nicht gegen Covid geimpft war, wollten sie das nachholen.

DJ Ferguson wurde Anfang Dezember er in kritischem Zustand in das Boston Brigham and Women’s Hospital eingeliefert. GoFundMe

Familie unterstützt die Entscheidung des Todkranken

Doch Ferguson weigerte sich – selbst als man ihn informierte, dass er damit kein grünes Licht für eine Transplantation bekommen würde. Denn das Risiko an Corona zu sterben, liegt für Organempfängerbei über 20 Prozent. Dr. Arthur Caplan, Chef für medizinische Ethik an der New Yorker Uniklinik: „Für müssen bei Organtransplantationen das Immunsystem quasi ausschalten. Das heißt, selbst ein Erkältungsvirus könnte den Patienten töten. Deshalb geben wir das Organ lieber einem Geimpften, weil dessen Überlebenschancen nach der OP viel besser sind.“

Unfassbar allerdings: Fergusons Ehefrau Heather Dawson und auch sein Vater David unterstützen DJ in seiner Entscheidung. David Ferguson im lokalen TV-Sender CBSBoston: „Mein Boy kämpft heroisch gegen sein Leiden und er glaubt nicht an den Schutz von Impfungen. Er bleibt bei seinen Prinzipien und dafür respektiere ich ihn noch mehr.“

DJ Ferguson lässt sich aus Prinzip nicht impfen – nicht einmal für seine beiden kleinen Kinder. Facebook

Anstatt dem Vater ihrer Kinder ins Gewissen zu reden, schimpft Dawson auf das Krankenhaus und dass sie ihren Mann unter Druck setzen: „Menschen sollten eine Wahl haben.“ Ihr Argument, „die Impfung könnte ihn umbringen“, macht wenig Sinn, weil ihr Ehemann ohne eine Transplantation mit Sicherheit sterben wird. Sie würde ihren DJ gerne in ein anderes Krankenhaus bringen, in dem (Irr-)Glauben, dass woanders bei Transplantationen andere Regeln gelten. Doch sein Zustand macht eine Verlegung unmöglich.

Alle aktuellen Corona-Nachrichten gibt's HIER! >>>

Dawson hat eine Spendenwebseite bei GoFundMe ins Leben gerufen. Offiziell, als Hilfe für die Krankenhauskosten …