Natalie Wood und ihr Ehemann Robert Wagner. Die Schauspielerin starb 1981 bei einem Bootsausflug. imago stock&people

Seit über 40 Jahren versuchen die Behörden bereits herauszufinden, ob hinter Natalie Woods Tod durch Ertrinken ein Unfall oder Fremdverschulden steckt. Jetzt gab die Polizei von Los Angeles bekannt, dass sie einen offiziell als Täter eines möglichen Verbrechens ausgeschlossen haben: Witwer Robert Wagner.

Der „Hart aber herzlich“-Star war am Thanksgiving-Wochenende mit seinem Schauspiel-Freund Christopher Walken und Ehefrau Natalie auf ihrer Yacht unterwegs gewesen. Jahre später meldeten sich Zeugen, die gesehen haben wollen, dass Wood sich vor ihrem Verschwinden nachts laut mit Wagner an Deck gestritten hatte. Am nächsten Morgen wurde ihre Leiche im Wasser gefunden. Ursprünglich wurde der Tod der 43-Jährigen als Unfall deklariert. Doch nach neuen Erkenntnissen wurde die Todesursache 2012 in „Ertrinken mit anderen unbekannten Umständen“ geändert.

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Natalie Woods Schwester Lana beschuldigte Wagner 2021 in einem Interview mit der New York Post, dass sie ihren Ex-Schwanger im Verdacht hatte, schuld am Tod ihrer Schwester zu sein: „Ich glaube nicht, dass er ihren Tod geplant hatte. Aber das heißt nicht, dass ich nicht denke, er war es. Natürlich war er es.“

Robert Wagner hatte die Schuld am Tod von Natalie Wood immer von sich gewiesen

Wagner (92) hatte in den letzten vier Jahrzehnten jede Schuld von sich gewiesen. Er und Walken blieben bei ihren ursprünglichen Aussagen, dass die alkoholisierte Natalie im Nachthemd das Beiboot genommen und damit zu anderen geankerten Yachten zum „Party Hopping“ fahren wollte. Das ehemalige „Bond“-Girl Lana Wood findet das bis heute lächerlich: „So etwas hätte Natalie niemals gemacht, das war völlig gegen ihre Natur. Sie hätten gleich behaupten sollen, sie habe versucht, zu einem anderen Planeten zu fliegen.“

Der Fall bleibt offiziell offen, falls laut Polizeisprecher Hugo Reynaga doch noch neue Beweise oder Zeugen ans Licht kommen sollten: „Doch bis das geschieht, haben wir alle Spuren verfolgt und konnten keinerlei Anhaltspunkte zu einem Fremdverschulden am Tod finden.“