Til Schweiger (56) nimmt   Xavier Naidoo in Schutz. Foto: dpa/Britta Pedersen

Seinen Job in der DSDS-Jury ist Xavier Naidoo endgültig los, und er erntet weiter viel Kritik für den Song-Text in einem Video-Clip. Die Rassismus-Vorwürfe wies der Sänger zurück. Schauspieler Til Schweiger nimmt ihn in Schutz. Eine Rückkehr zu „Deutschland sucht den Superstar“ werde es für Naidoo nicht geben, teilte RTL mit.

Der Sänger sei auf das Angebot des Senders, „seine missverständlichen und widersprüchlichen Aussagen plausibel zu erklären, bis heute nicht eingegangen“. Es geht um Textzeilen in dem Clip wie diese: „Ich hab’ fast alle Menschen lieb, aber was, wenn fast jeden Tag ein Mord geschieht, bei dem der Gast dem Gastgeber ein Leben stiehlt, dann muss ich harte Worte wählen. Denn keiner darf meine Leute quälen.“

Naidoo wehrt sich gegen Vorwürfe

Wer das (schon ältere) Video ins Netz stellte, ist unklar. Seither hagelt es Kritik an Naidoo und  daran, dass er darin fremdenfeindliche Klischees bediene. In einem Statement in sozialen Medien wehrt sich Naidoo gegen die Vorwürfe, schreibt, dass er sich seit Jahren aus tiefster Überzeugung gegen Ausgrenzung und Rassenhass einsetze.

Xavier Naidoo (48). Foto: dpa/Klaus-Dietmar Gabbert

Und weiter: „Auch meine Familie kam als Gast nach Deutschland und hat sich natürlich an Recht und Moralvorstellungen des Gastgebers gehalten.“ Diese Selbstverständlichkeit solle für alle gelten – auch, wenn nur ein sehr kleiner Teil dies missverstanden habe. Wen er damit meint, präzisierte der Sänger nicht.

Til Schweiger: „Ich bin Team Naidoo!“

Den Post kommentierte Schauspieler Til Schweiger mit „100 Prozent“. Gegenüber „Bild“ erklärt er sich genauer – obwohl er das Lied gar nicht kennt, wie er sagte. Aber Naidoo würde seit Jahren „immer in der Presse als homophob, antisemitisch und ausländerfeindlich dargestellt“. „Ich kenne ihn seit 20 Jahren und ich weiß, dass er ein zutiefst gläubiger Mensch ist, der sich nichts weiter wünscht als Liebe für alle.“ Das Statement von Naidoo würde er, Schweiger, „zu 100 Prozent“ unterschreiben. „Ich bin Team Naidoo!“

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Kritik kommt dagegen auch aus der Politik: „Solch ein Video ist angesichts der derzeitigen Bedrohung durch Rechtsextremismus brandgefährlich, sagte Annette Widmann-Mauz, Staatsministerin für Migration, Flüchtlinge und Integration, den Funke-Zeitungen. Unterdessen ging bei der Staatsanwaltschaft Köln eine Anzeige wegen Verdachts der Volksverhetzung gegen Naidoo ein. Gestellt von einem Mode-Label.