Ein Walross liegt am Strand auf Rügen. dpa/Enrico Spiering/Deutsche Meeresmuseum

Es ist eine kleine Tier-Sensation!

An einem Strand auf Rügen ist erstmals ein Walross gesichtet worden. Am Donnerstagmorgen habe ein aufmerksamer Beobachter dem Deutschen Meeresmuseum in Stralsund das lebende, mehr als zwei Meter lange Tier gemeldet, teilte das Museum mit. Es sei die erste Sichtung an der vorpommerschen Ostseeküste.

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Ein Mitarbeiter des Museums und eine Tierärztin machten sich demnach sofort auf den Weg, um das Tier in Augenschein zu nehmen. Und tatsächlich: Bei dem Meeressäuger handele es sich vermutlich um ein weibliches Walross, das sich am Strand ausruhe, berichtete der Kurator für Meeressäugetiere am Deutschen Meeresmuseum, Michael Dähne.

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Rügen: Walross zieht nach einem Nickerchen weiter

Der Strandabschnitt sei weiträumig abgesperrt worden. „So ungewöhnlich ein Walross an unserer Küste ist, so wichtig ist es, dass es sich hier ungestört ausruhen kann“, erklärte der Wissenschaftler. Das Tier werde in Absprache mit den zuständigen Behörden beobachtet, sein Schlaf aber nicht gestört.

Am Freitag berichtete Michael Dähne, Kurator für Meeressäugetiere am Deutschen Meeresmuseum, dass das über zwei Meter lange Tier am Donnerstagabend wieder weitergezogen sei. Zuvor habe sich das Tier noch einmal kurz umgedreht. „Die Leute waren begeistert. So eine Gelegenheit hat man ja nicht so oft.“

Am Strand auf der Insel Rügen fühlt sich auch die Walross-Dame wohl. dpa/Stefan Sauer

Auch an der südöstlichen Küste Schwedens wurde Dähne zufolge kürzlich ein Walross gesichtet. Aufgrund der unterschiedlichen Länge der Stoßzähne sei jedoch nicht davon auszugehen, dass es sich um dasselbe Tier handele.

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Walrosse sind überwiegend in den polaren Gebieten des Atlantiks und Pazifiks heimisch, so das Deutsche Meeresmuseum. Nur selten würden Tiere in der Nordsee oder bis in den Skagerrak beobachtet. Jedoch seien auch vor der spanischen Küste Sichtungen belegt. Als zunehmenden Grund für derartige Wanderungen vermuten Forscher den Verlust des permanenten Eises als Lebensraum. Der Klimawandel führe für Walrosse und Eisbären vermutlich zu drastischen Veränderungen der saisonalen Wanderungen und Aufenthaltsgebiete.