Bissfest, würzig und nicht zu sauer: Diese Kriterien sollte guter Rotkohl nach Ansicht der Stiftung Warentest abdecken. Foto: dpa/Robert Günther

Pünktlich zur kalten Jahreszeit und damit dem Beginn der Saison deftiger Gerichte hat die Stiftung Warentest verschiedene Arten Fertig-Rotkohl getestet. Das perfekte Produkt, so die Tester, hat viel Aroma und schmeckt würzig nach Nelke oder Zimt. Außerdem muss er Biss haben und die perfekte Balance zwischen Salz und Süße halten. 13 von 27 Fertigprodukten schaffen das laut „test“ (Ausgabe November 2020) und bekommen die Note „gut“. Was sich dabei klar abzeichnet: Die Tiefkühlprodukte schlagen den Rotkohl im Glas oder Beutel geschmacklich um Längen.

Aus Glas oder Beutel schmeckt jeder zweite Kohl dominant nach Essig, befanden die Tester. Am besten schneidet daher der TK-Apfelrotkohl von „Iglo“, „Edeka“ und „Eismann“ ab. Ebenfalls „gut“ sind die von „Bofrost“ und Bio-Anbieter „Alnatura“. Den besten Apfelrotkohl im Glas bietet „HAK“. 13 weitere Produkte schnitten „befriedigend“ ab, eines „ausreichend“.

Spätestens beim Öffnen des Produkts können Verbraucher zwischen gutem und weniger gutem Rotkohl entscheiden - und dabei ganz auf ihre Sinne vertrauen. Der mit „ausreichend“ bewertete Kohl aus dem Glas sah braunstichig statt bläulich oder lila aus, und schmeckte „erdig-dumpf, essigsäuerlich und leicht strohig“.

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Ein weiteres Plus bei der Tiefkühlware: Sie wird schonend gekocht, was für einen intensiven Geschmack und hohen Vitamin-C-Gehalt sorgt. Eine typische 150-Gramm-Portion deckt dabei knapp ein Drittel des Tagesbedarfs eines Erwachsenen. Bei Rotkohl aus dem Glas findet sich dagegen deutlich weniger Vitamin C, im Beutel oft null.